Grippewelle trifft Mecklenburg-Vorpommern besonders hart mit Magen-Darm-Symptomen
Grippewelle in MV: Magen-Darm-Beschwerden nehmen zu

Grippewelle trifft Mecklenburg-Vorpommern besonders hart mit Magen-Darm-Symptomen

Die aktuelle Grippesaison hat Deutschland fest im Griff, doch ein Bundesland ist besonders stark betroffen: Mecklenburg-Vorpommern. Laut einer Übersicht des Robert Koch-Instituts verzeichnet der Nordosten aktuell die höchste Erkrankungsrate im Vergleich zu allen anderen Bundesländern. Neben den klassischen Symptomen wie Hals-Rachen-Beschwerden und Fieber treten in dieser Saison vermehrt Magen-Darm-Probleme auf.

Chefarzt erklärt die besondere Situation in Mecklenburg-Vorpommern

Dirk Werner, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin am Ameos Hanse Klinikum Anklam, erläutert die Gründe für die hohe Infektionsrate in Mecklenburg-Vorpommern. "Wenn viele Menschen auf engem Raum zusammenkommen, nimmt die Übertragung zu", erklärt Werner. "An der frischen Luft ist die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung deutlich geringer." Die aktuelle Infektionswelle bewegt sich auf einem hohen Niveau, was in der kalten Jahreszeit zwar normal sei, aber die Zunahme von Magen-Darm-Beschwerden sei auffällig.

Magen-Darm-Symptome rücken in den Fokus

Laut Chefarzt Werner sind Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Durchfall und Bauchkrämpfe in dieser Grippesaison besonders prominent. "Aktuell weiß man, dass durch die verschiedenen Typen der Viren, die in unserer Umwelt grassieren, bis über die Hälfte der Patienten Begleitsymptome Magen-Darm-technisch haben", so Werner. Diese Symptome treten neben den bekannten Atemwegsbeschwerden wie Husten, Fieber und Auswurf auf.

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Ein bestimmter Virussubtyp soll für die vermehrten Magen-Darm-Symptome verantwortlich sein. Besonders gefährdet sind dabei Menschen in Pflegeheimen oder Behinderteneinrichtungen, wo vorerkrankte Personen auf engem Raum zusammenkommen. "Insbesondere bei chronisch kranken und älteren Patienten mit reduziertem Immunsystem ist das Risiko für Infektionen und Komplikationen erhöht", warnt der Mediziner.

Schutzmaßnahmen und Impfempfehlungen

Zur Vorbeugung einer Infektion mit schwerem Verlauf empfiehlt Chefarzt Werner mehrere Maßnahmen:

  • Hygiene einhalten: Besonders wichtig ist dies, wenn man selbst erkrankt ist.
  • Impfung: Der beste Schutz über die Jahre bleibt die Grippeimpfung.
  • Frühzeitige Impfung: Auch während der laufenden Welle, die bis in den April oder Mai dauern kann, lohnt sich eine Impfung noch.

"Wir würden weiterhin Leuten raten, die Impfungen anzunehmen", betont Werner. "Bis zur Abebnung der Welle kann noch spätestens 10 bis 14 Tage nach Impfung ein Schutz da sein, der vor schweren Verläufen und Komplikationen schützt."

Die ARE-Konsultationsinzidenz (Akute Respiratorische Erkrankungen), ein vom Robert Koch-Institut erhobener Messwert, zeigt deutlich die hohe Belastung in Mecklenburg-Vorpommern. Dieser Wert gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner wöchentlich aufgrund einer akuten Atemwegserkrankung einen Arzt aufsuchen.

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