Mecklenburg-Vorpommern startet Serienbau von Feuerwehrhäusern für 58 Standorte
MV startet Serienbau von Feuerwehrhäusern für 58 Standorte

Mecklenburg-Vorpommern revolutioniert Feuerwehrhaus-Bau mit Serienproduktion

Die Feuerwehren in Mecklenburg-Vorpommern erhalten ein umfangreiches Modernisierungsprogramm, das bundesweit als Vorreiterprojekt gilt. Insgesamt 58 Feuerwehren im gesamten Bundesland sollen mit neuen Gerätehäusern ausgestattet werden, die einem einheitlichen Muster entsprechen. Dieses innovative Konzept des seriellen Bauens soll nicht nur die Kosten deutlich reduzieren, sondern auch Planungs- und Bauzeiten erheblich beschleunigen.

50 Millionen Euro für die Feuerwehr-Infrastruktur

Die Landesregierung hat ein umfassendes Förderprogramm mit einem Volumen von 50 Millionen Euro beschlossen. Davon fließen 35 Millionen Euro direkt in das Musterhausprogramm, das durch zusätzliche 5,5 Millionen Euro Landesfördermittel ergänzt wird. Die verbleibenden 15 Millionen Euro sind für Sanierungen, Erweiterungen und kleinere Neubauten vorgesehen. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) betonte: „Wir können viel mehr Gemeinden unterstützen, weil wir in ein serielles Bauen gehen.“

Alle sechs Flächenlandkreise profitieren

Das Programm kommt allen sechs Flächenlandkreisen Mecklenburg-Vorpommerns zugute. Besonders kleinere Gemeinden sollen von den standardisierten Feuerwehrhäusern profitieren, während größere Feuerwehren mit drei oder mehr Stellplätzen durch ein separates 45-Millionen-Euro-Programm aus dem Infrastruktur-Sondervermögen unterstützt werden. Innenminister Christian Pegel (SPD) erläuterte diese differenzierte Förderstrategie.

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Ambitionierter Bauzeitplan

Der Bau der ersten Musterfeuerwehrhäuser soll spätestens im letzten Quartal dieses Jahres beginnen. Planer Wotan Drescher geht davon aus, dass bereits Mitte nächsten Jahres die ersten Gebäude übergeben werden können. Nach einer anfänglichen Anlaufphase ist geplant, dass alle vier Wochen ein neues Gerätehaus in den Bau geht. Die veranschlagte Bauzeit pro Haus ohne Außenanlagen beträgt etwa 200 Tage.

Moderne Ausstattung mit Mehrfachnutzung

Die standardisierten Feuerwehrhäuser bieten neben zwei Stellplätzen für Fahrzeuge auch Umkleideräume und einen großen Schulungsraum. Dieser Raum ist multifunktional konzipiert und kann laut Drescher „als Gemeindevertreterraum oder mal für einen Skat-Abend genutzt werden, genauso auch als Wärmestube“. Eine besondere Innovation ist die vorgesehene Notstrom-Einspeisung, die sicherstellt, dass die Gerätehäuser auch bei Stromausfällen als zentrale Anlaufpunkte in den Gemeinden fungieren können.

Weitere Investitionen in Brandschutz-Infrastruktur

Parallel zum Feuerwehrhaus-Programm wird die Landesbrandschule in Malchow mit weiteren 50 Millionen Euro aus dem Sondervermögen Infrastruktur umfassend erneuert. Ministerpräsidentin Schwesig würdigte die gesellschaftliche Bedeutung der Feuerwehren: „Wenn das die Kinder und Jugendlichen in unserem Land erleben, den Zusammenhalt, den Einsatz auch für den Ort, wo sie aufwachsen, dann sind das Werte, die unsere Gesellschaft dringend braucht.“ Landesbrandmeister Hannes Möller bestätigte die Vorreiterrolle des Projekts: „Mit diesem Projekt des Musterfeuerwehrhauses sind wir mit dem Land Mecklenburg-Vorpommern Vorreiter.“

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