Neubrandenburg plant nächste Ehrungen auf dem Walk of Sport
In der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg werden derzeit die nächsten Ehrungen auf dem prominenten Walk of Sport diskutiert. Drei herausragende Sportlerinnen und Sportler stehen im Fokus der städtischen Gremien und könnten bald mit eigenen Bronzeplatten im Stadtbild verewigt werden. Die Entscheidungsprozesse laufen auf Hochtouren, während bereits konkrete Sponsoren für die geplanten Ehrungen feststehen.
Drei Sportpersönlichkeiten im Rampenlicht
Bei den nominierten Athleten handelt es sich um die Triathletin Lena Meißner, die Diskuswerferin Franka Dietzsch und den Kanuten Erik Rebstock. Alle drei verbindet eine enge Beziehung zur Sportstadt Neubrandenburg, sei es durch ihre sportlichen Anfänge oder langjähriges Training vor Ort.
Lena Meißner, deren sportliche Karriere beim SC Neubrandenburg begann, konnte im vergangenen Jahr den Titel der Ironman-Europameisterin erringen. Zuvor hatte sie bereits als Vizeeuropameisterin auf der Sprintdistanz und als Deutsche Meisterin im Jahr 2016 von sich reden gemacht. Ihre geplante Bronzeplatte würde von der Dr. Netik & Partner GmbH finanziert werden.
Erik Rebstock, gebürtig aus Neustrelitz, errang 2013 den Weltmeistertitel im Vierer-Canadier. Für seine Ehrung würde der Förderverein des Sportgymnasiums die Kosten übernehmen, wie aus den Beschlussvorlagen hervorgeht.
Politische Unterstützung für Sport-Ehrung
Besonders bemerkenswert ist die Finanzierung der dritten geplanten Platte: Der Neubrandenburger CDU-Politiker Frank Benischke und der Bundestagsabgeordnete Philipp Amthor (ebenfalls CDU) haben der Stadt ein gemeinsames Angebot für eine Bronzeplatte zu Ehren von Franka Dietzsch unterbreitet.
Die gebürtige Vorpommerin, die seit 1990 beim SC Neubrandenburg trainierte, sammelte in ihrer Karriere zahlreiche bedeutende Medaillen für Deutschland. Zu ihren größten Erfolgen zählen gleich drei Weltmeistertitel im Diskuswurf, die sie zu einer der prägendsten Sportpersönlichkeiten der Region machen.
Verfahren und Zeitplan der Ehrungen
Bevor die Bronzeplatten tatsächlich in den Walk of Sport eingelassen werden können, müssen noch mehrere Ausschusssitzungen in Neubrandenburg absolviert werden. Die finale Entscheidung über die drei Nominierungen wird voraussichtlich in der Stadtvertretersitzung am 23. April fallen.
Parallel dazu stehen im April bereits weitere Ehrungen an: Gerhard Rummel, Katrin Krabbe und Grit Breuer-Springstein sollen ebenfalls geehrt werden, wobei ein genaues Datum für diese Zeremonien noch nicht feststeht.
Zukunft des Walk of Sport
Insgesamt sind 35 Sportlerinnen und Sportler mit Verbindungen nach Neubrandenburg für Ehrung auf dem Walk of Sport vorgesehen. Die Auswahlkriterien sehen vor, dass die Personen entweder Welt- oder Europameister sind oder bei Olympischen Spielen erfolgreich waren. Bislang wurden bereits 15 Persönlichkeiten auf diese Weise gewürdigt.
„Irgendwann gehen Neubrandenburg ja mal die Vorzeige-Athleten aus“, kommentierte Ratsherr Bernd Herrmann (Projekt NB) in der Sitzung des Hauptausschusses die langfristige Perspektive. Martin Ramp, der städtische Sport-Abteilungsleiter, erläuterte, dass die Platten der 35 Sportler bis zum Stargarder Tor reichen sollen. „Dann wäre dieses Thema auch erst mal abgearbeitet“, betonte er.
Stadtsprecherin Anja Seugling bestätigte gegenüber Medienanfragen, dass die Verlegungen bis zum Stargarder Tor den ersten Ehrungsabschnitt bilden. Für einen möglichen zweiten Abschnitt, der weiter bis zum Sportgymnasium führen könnte, gebe es jedoch „noch keine Kriterien und Formen“. Die entsprechenden Planungen sollen zu gegebener Zeit im Ausschuss für Schule und Sport vorgestellt werden.
Der Walk of Sport entwickelt sich damit Schritt für Schritt zu einem bleibenden Denkmal für die sportlichen Erfolge der Region und ihrer Athleten, wobei jede neue Platte nicht nur eine individuelle Ehrung darstellt, sondern auch die reiche Sporttradition Neubrandenburgs dokumentiert.



