Familiäre Eiszeit: Neue Generation übernimmt beliebtes Eiscafé in Gadebusch
In der Münzstadt Gadebusch hat die süße Saison begonnen – und mit ihr ein neues Kapitel für das traditionsreiche Eiscafé Eiszeit. Nach 18 Jahren übergibt Kerstin Hirsch den beliebten Familienbetrieb an ihre Tochter Jennifer, die mit frischen Ideen und einem modernisierten Konzept in die neue Eissaison startet.
Generationswechsel nach fast zwei Jahrzehnten
„Ich hatte immer eine doppelte Belastung, habe hier im Eiscafé und im Großhandel gearbeitet. Und ich denke, es ist an der Zeit, kürzerzutreten“, erklärt Kerstin Hirsch den Schritt. Die Übergabe an die nächste Generation sei ihr ein besonderes Anliegen gewesen: „Ich bin sehr glücklich darüber, dass unsere Tochter das Eiscafé übernommen hat – dass es nicht in fremde Hände gekommen ist.“
Jennifer Hirsch kehrt damit an ihren Ursprungsort zurück. „Ich habe damals mit angefangen für neun Jahre und bin dann einmal in einen anderen Bereich gewechselt. Jetzt bin ich wieder zurück“, schildert die 37-jährige Neu-Besitzerin.
Frische Ideen und neue Kreationen
Mit dem Wechsel an der Spitze gehen auch sichtbare Veränderungen einher. Das Café wurde komplett renoviert und präsentiert sich nun im modernen Industriestil. Doch nicht nur optisch hat sich etwas getan – auch die Eiskarte wurde erweitert.
„Wir haben ein paar neue Becher mit aufgenommen, und es gibt jetzt auch einige Eiskuchen-Variationen, wie zum Beispiel Blaubeere mit Cheesecake oder Lemon-Curd mit Biskuit“, verrät Jennifer Hirsch. Zur neuen Saison hat die Familie zudem neue Eissorten entwickelt, darunter „Franui“ mit Himbeeren und Schokolade.
Kreative Familienzusammenarbeit
Die Entwicklung neuer Eiskreationen liegt in den Händen von Bruder Björn Hirsch. „Da steckt schon eine Menge Arbeit dahinter. Auch die passenden Komponenten in entsprechender Qualität zu bekommen – beziehungsweise so, dass sie sich gut verarbeiten lassen“, erklärt der Eiskonditor. „Und dass dann am Ende natürlich auch die ganze Kombination so schmeckt, wie man sich das vorstellt und bei den Kunden gut ankommt.“
Die Familie hat bereits weitere neue Sorten im Hinterkopf, die im Laufe der bis Ende September dauernden Saison eingeführt werden sollen. Insgesamt sind stets 16 verschiedene Eissorten im Tresen des Eiscafés zu finden.
Innovationen über Generationen hinweg
Ein besonderer Erfolg der jüngeren Generation war die Einrichtung eines Eis-Schranks an der Produktionsstätte des Betriebs in der Industriestraße. „Wir waren erst noch nicht so sehr überzeugt, aber ich muss sagen, es ist ein positiver Schritt gewesen. Da hat sich die junge Generation durchgesetzt“, gesteht Kerstin Hirsch.
Der Selbstbedienungsautomat bietet das Eis der Familie rund um die Uhr an – ideal für Fahrradtouristen oder Besucher außerhalb der regulären Öffnungszeiten. Selbst im Winter war der Automat durchgängig bestückt.
Persönlicher Bezug zum süßen Handwerk
Doch wie steht es um den persönlichen Eisgenuss der Familie? „Wenn man den ganzen Tag im Eiscafé arbeitet, isst man tatsächlich nicht so viel Eis, als wenn man irgendwo unterwegs ist und sich eins gönnt“, verrät Kerstin Hirsch. Sohn Björn ergänzt jedoch, dass der Appetit auf Eis gerade zu Beginn der Saison noch einmal größer sei.
Seit Donnerstag ist das Eiscafé Eiszeit wieder geöffnet und lädt Groß und Klein ein, sich durch die vielfältigen Kreationen der Familie Hirsch zu probieren. Drei Generationen arbeiten hier Hand in Hand, um den Gadebuschern und ihren Gästen eine süße Eiszeit zu bescheren.



