Schwerin plant Verwendung von 46 Millionen Euro aus Bundes-Sondervermögen für Infrastruktur
Schwerin: 46 Mio. Euro Bundesmittel für Infrastruktur geplant

Schweriner Verwaltung präsentiert Plan für Bundesmilliarden

Die Landeshauptstadt Schwerin steht vor einer bedeutenden finanziellen Zuwendung aus Berlin. Insgesamt 46 Millionen Euro fließen zwischen 2026 und 2035 aus dem Sondervermögen des Bundes in die mecklenburg-vorpommersche Metropole. Dieses Geld ist speziell für Investitionen in die Infrastruktur und die Förderung der Klimaneutralität vorgesehen. Grundlage bildet eine Verwaltungsvereinbarung, die zwischen der Kommune und dem Land Mecklenburg-Vorpommern geschlossen wurde.

Drei Schwerpunktbereiche für die Fördermillionen

Nach den detaillierten Angaben von Daniel Riemer, dem Leiter des Fachdienstes Kämmerei und Finanzsteuerung, verteilen sich die Mittel auf drei zentrale Bereiche. Den größten Posten mit 32,4 Millionen Euro erhalten die öffentlichen allgemeinbildenden Schulen. Weitere 7,835 Millionen Euro sind für die Verkehrsinfrastruktur, den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und Energieprojekte reserviert. Mit 6,242 Millionen Euro soll die sonstige gesellschaftliche Infrastruktur gestärkt werden. Zusätzlich erhält Schwerin einen Sockelbetrag von 50.000 Euro, der jeder Gemeinde zur freien Verfügung steht.

Konkrete Projekte im Bildungsbereich

Im Schulbereich sind mehrere ambitionierte Vorhaben geplant. Für 1,6 Millionen Euro sollen die Pausenhöfe der Grundschule Mueßer Berg im Jahr 2027 und der Grundschule Nils Holgerson in den Jahren 2028 und 2029 saniert werden. Ein Neubau für Klassen mit dem Förderschwerpunkt emotional-soziale Entwicklung in Lankow ist mit 11 Millionen Euro veranschlagt und soll zwischen 2026 und 2028 realisiert werden. Die Sanierung der Schulsportanlage in der Weststadt inklusive der Errichtung eines Funktionsgebäudes ist für die Jahre 2027 und 2028 mit 6 Millionen Euro budgetiert. Das größte Einzelprojekt betrifft das Gymnasium Fridericianum, dessen Sanierung ab 2030 voraussichtlich 13,8 Millionen Euro kosten wird.

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Investitionen in Mobilität und Kultur

Im Bereich Verkehrsinfrastruktur plant die Verwaltung einen Investitionskostenzuschuss für die Beschaffung von 13 Elektrobussen im Jahr 2028. Dieser Schritt soll die Modernisierung des Schweriner Nahverkehrs vorantreiben. Im kulturellen Sektor steht ein lang ersehntes Projekt im Fokus: Die Errichtung eines neuen Eingangsgebäudes im Freilichtmuseum Mueß. Dieses Vorhaben, das mit Mitteln aus dem Bereich der sonstigen gesellschaftlichen Infrastruktur finanziert werden soll, würde die Aufenthaltsqualität für Besucher insbesondere in der kalten Jahreszeit deutlich verbessern.

Politische Diskussionen und alternative Vorschläge

Vize-Oberbürgermeister Bernd Nottebaum (CDU) bezeichnete den vorgelegten Gesamtvorschlag als thematisch ausgewogen. Er betonte die inhaltliche Prioritätensetzung auf Bildung, Sport, ÖPNV und Kultur sowie die Berücksichtigung verschiedener Stadtteile. Allerdings hat die Politik bereits alternative Ideen für den Einsatz der Mittel entwickelt. Arndt Müller, Vorsitzender der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen/Die Partei, wies auf die marode Schieneninfrastruktur in der Landeshauptstadt hin. Gerd Böttger, Fraktionschef der Linken, brachte eine Nutzung der Gelder für die Wärmeplanung ins Gespräch.

Entscheidungsprozess und nächste Schritte

Das letzte Wort über die Verwendung der Bundesmittel spricht die Schweriner Stadtvertretung. Bis zu dieser Entscheidung werden die verschiedenen Vorschläge in den Fachausschüssen intensiv diskutiert. Die Verwaltung hat mit ihrem detaillierten Plan den ersten wichtigen Schritt getan, um die Millioneninvestitionen zielgerichtet einzusetzen und die Infrastruktur der Landeshauptstadt nachhaltig zu verbessern.

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