Schwesig dominiert Politiker-Bewertung in Mecklenburg-Vorpommern
Eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA Consulere im Auftrag des Nordkurier zeigt ein klares Bild: Ministerpräsidentin Manuela Schwesig ist die mit Abstand beliebteste Politikerin in Mecklenburg-Vorpommern. Die SPD-Landeschefin erreicht in der Bewertungsskala von 0 bis 100 Punkten einen Durchschnittswert von 53,0 Punkten und liegt damit deutlich vor ihren politischen Konkurrenten.
AfD und CDU auf den Plätzen zwei und drei
Mit deutlichem Abstand folgen AfD-Landessprecher Leif-Erik Holm mit 40,3 Punkten und CDU-Landeschef Daniel Peters mit 40,2 Punkten. Die Umfrage wurde in der Zeit vom 6. bis 16. März unter 1000 repräsentativ ausgewählten Wahlberechtigten in Mecklenburg-Vorpommern durchgeführt.
Weitere Politiker erreichen folgende Werte: Enrico Schult (AfD, 37,8), René Domke (FDP, 37,7), Constanze Oehlrich (Grüne, 36,8), Katharina Horn (Grüne, 36,7), Ole Krüger (Grüne, 36,2), Jeannine Rösler (Linke, 36,1), Hennis Herbst (Linke, 35,8), Julian Barlen (SPD, 35,7) und Nikolaus Kramer (AfD, 35,7).
Überparteiliche Anerkennung für die Ministerpräsidentin
Besonders bemerkenswert ist die überparteiliche Anerkennung, die Manuela Schwesig erfährt. Selbst bei Wählern der Linken belegt sie den ersten Platz im Ranking, während sie bei CDU-Wählern auf Platz zwei liegt. In ihrer eigenen Partei, der SPD, erreicht sie einen außergewöhnlich hohen Zustimmungswert von 84 von 100 möglichen Punkten.
INSA-Chef Hermann Binkert betont diesen besonderen Aspekt der Umfrageergebnisse. Auch AfD-Landessprecher Leif-Erik Holm zeigt beachtliche Werte bei Wählern anderer Parteien und rangiert bei BSW-Wählern an der Spitze der Zufriedenheit.
Fast vollständige Bekanntheit im ganzen Land
Bei der Frage nach der Bekanntheit erreicht Manuela Schwesig nahezu perfekte Werte. 96 Prozent der Befragten geben an, die Ministerpräsidentin zu kennen. Mit deutlichem Abstand folgen Leif-Erik Holm (86 Prozent) und Daniel Peters (70 Prozent).
Die Bekanntheitswerte der weiteren Politiker zeigen ein ähnliches Bild:
- Enrico Schult (AfD): 67 Prozent
- René Domke (FDP): 67 Prozent
- Nikolaus Kramer (AfD): 65 Prozent
- Jeannine Rösler (Linke): 64 Prozent
- Katharina Horn (Grüne): 63 Prozent
- Constanze Oehlrich (Grüne): 62 Prozent
- Ole Krüger (Grüne): 61 Prozent
- Julian Barlen (SPD): 61 Prozent
- Hennis Herbst (Linke): 57 Prozent
Experten sehen Schwesig als Wahlkampfpfeiler
Jan Müller, Politikwissenschaftler an der Universität Rostock, zeigt sich von den Ergebnissen nicht überrascht. „Die Beliebtheitswerte von Manuela Schwesig werden ein wichtiger Pfeiler des SPD-Wahlkampfes sein“, erklärt der Experte. Interessant sei dabei die Tatsache, dass AfD-Politiker Holm als Bundespolitiker auf dem zweiten Platz lande, während alle anderen Politiker sehr dicht beieinander liegen.
Die Reaktionen aus den Parteien fallen entsprechend aus. SPD-Generalsekretär Julian Barlen betont: Wer möchte, dass Manuela Schwesig Ministerpräsidentin bleibe, „muss am 20. September SPD wählen“. AfD-Politiker Enrico Schult verweist dagegen darauf, dass mit Leif-Erik Holm und ihm zwei Politiker seiner Partei weit vorn bei Zufriedenheits- und Bekanntheitswerten liegen. Holm stelle somit eine „beliebte Alternative zum Weiter so von Manuela Schwesig“ dar.
Die Umfrageergebnisse zeigen deutlich, dass die Ministerpräsidentin trotz politischer Differenzen eine breite Anerkennung in der Bevölkerung Mecklenburg-Vorpommerns genießt. Mit der Landtagswahl 2026 im Blick gewinnen diese Zahlen besondere Bedeutung für die strategische Ausrichtung der Wahlkämpfe aller beteiligten Parteien.



