Verdi ruft zu Warnstreiks im Nahverkehr in Mecklenburg-Vorpommern auf
Verdi ruft zu Warnstreiks im Nahverkehr in MV auf

Verdi ruft zu Warnstreiks im Nahverkehr in Mecklenburg-Vorpommern auf

Die Gewerkschaft Verdi hat in Mecklenburg-Vorpommern für den kommenden Freitag zu umfangreichen Warnstreiks im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) aufgerufen. Dieser Schritt erfolgt im Rahmen eines bundesweiten Aktionstages und betrifft acht kommunale Verkehrsbetriebe im gesamten Bundesland. Lediglich die Rostocker Straßenbahn AG bleibt vorerst verschont, plant jedoch für den 9. März einen eigenen Warnstreik als Begleitung zu den laufenden Tarifverhandlungen.

Betriebe und Auswirkungen des Streiks

Am Freitag werden Warnstreiks in folgenden Unternehmen durchgeführt:

  • VLP (Verkehrsgesellschaft Ludwigslust-Parchim)
  • Nahbus Nordwestmecklenburg GmbH
  • Rebus Regionalbus Rostock
  • MVVG Mecklenburg-Vorpommersche Verkehrsgesellschaft mbH
  • VBG Verkehrsbetrieb Greifswald GmbH
  • VVG Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Greifswald mbH
  • VVR Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen mbH
  • NVS in Schwerin

Der Streik beginnt mit Dienstbeginn und dauert bis Dienstende an. Es ist davon auszugehen, dass der öffentliche Personennahverkehr in den betroffenen Regionen weitgehend zum Erliegen kommt. Reisende müssen sich daher auf erhebliche Einschränkungen und Ausfälle im Busverkehr einstellen.

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Hintergründe und Forderungen der Gewerkschaft

Hintergrund der Aktion ist der anhaltende Tarifstreit für die etwa 2.800 Beschäftigten des ÖPNV in Mecklenburg-Vorpommern. Verdi beteiligt sich an einem bundesweiten Aktionstag, um den Kommunalen Arbeitgeberverbänden (KAV) zu signalisieren, dass die Beschäftigten geschlossen hinter den Forderungen nach spürbaren Verbesserungen der Arbeitsbedingungen stehen.

Sascha Bähring, Verhandlungsführer von Verdi-Nord, erklärte: „Wir haben bei den Verhandlungsrunden mit den Arbeitgebern zwar Fortschritte gemacht, eine Einigung war bislang aber nicht möglich. Auch der eine Streiktag bisher hat offensichtlich nicht ausgereicht. Deshalb erhöhen wir den Druck.“

Die Gewerkschaft fordert unter anderem:

  • Eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit und der Schichtzeiten
  • Längere Ruhezeiten für die Beschäftigten
  • Höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende

Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die Arbeitsbedingungen im öffentlichen Nahverkehr nachhaltig zu verbessern und die Attraktivität des Berufsfeldes zu steigern.

Ausblick und weitere geplante Aktionen

Falls keine Einigung erzielt wird, plant Verdi weitere Schritte. Neben dem bereits angekündigten Warnstreik bei der Rostocker Straßenbahn AG am 9. März könnten auch weitere bundesweite Aktionen folgen. Die Gewerkschaft betont, dass sie bereit ist, den Druck auf die Arbeitgeber weiter zu erhöhen, um ihre Forderungen durchzusetzen.

Die aktuelle Situation unterstreicht die Bedeutung von fairen Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst und die Notwendigkeit, die Arbeitsbedingungen im Nahverkehrssektor zu modernisieren. Reisende in Mecklenburg-Vorpommern sollten sich auf alternative Verkehrsmittel vorbereiten und die aktuellen Entwicklungen im Auge behalten.

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