Zecken-Alarm in Mecklenburg-Vorpommern: 26 Borreliose-Fälle bereits gemeldet
Zecken-Alarm in MV: 26 Borreliose-Fälle gemeldet

Zecken-Alarm in Mecklenburg-Vorpommern: Erste Borreliose-Fälle gemeldet

Mit den ersten wärmeren Tagen des Jahres sind Zecken in Mecklenburg-Vorpommern wieder aktiv geworden. Laut aktuellen Meldungen des Robert Koch-Instituts (RKI) wurden seit Jahresbeginn bereits 26 Borreliose-Fälle in dem Bundesland registriert. Diese bakteriellen Infektionen, die durch Zeckenstiche übertragen werden, können unbehandelt schwerwiegende Folgen für das Nervensystem, die Gelenke oder das Herz haben.

Risiken und Verbreitung der Borreliose

In Mecklenburg-Vorpommern tritt vor allem die Lyme-Borreliose auf, eine durch Bakterien verursachte Erkrankung. Zecken können zudem Viren übertragen, die zur Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) führen, allerdings weist das Bundesland nach aktuellem Stand keine offiziellen FSME-Risikogebiete aus. Die Verteilung der Borreliose-Fälle im vergangenen Jahr war regional unterschiedlich: Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte verzeichnete mit 131 Fällen die meisten Erkrankungen, gefolgt von der Stadt Rostock mit 101 Fällen und dem Landkreis Nordwestmecklenburg mit 47 Fällen. Insgesamt wurden im Jahr 2025 landesweit 475 Borreliose-Erkrankungen erfasst.

Expertenrat: So schützen Sie sich vor Zeckenstichen

Henning Kutzbach, Landeschef der Barmer, betont, dass das Infektionsrisiko deutlich sinkt, wenn Zecken frühzeitig entdeckt und fachgerecht entfernt werden. Nach Aufenthalten in Wald- und Feldgebieten sollten sich Erwachsene und Kinder gründlich absuchen, da nicht jede Zecke Erreger trägt, aber jeder Stich ernst genommen werden muss. Kutzbach empfiehlt, die Zecke umgehend mit einer feinen Pinzette oder einer speziellen Zeckenkarte hautnah zu greifen und gerade, ohne zu drehen, herauszuziehen. Anschließend sollte die Stelle desinfiziert und über einen Zeitraum von Tagen bis Wochen beobachtet werden.

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Warnzeichen und Handlungsempfehlungen

Als alarmierende Symptome gelten ringförmige Rötungen um die Einstichstelle oder grippeähnliche Beschwerden wie Fieber, Kopfschmerzen und Müdigkeit. Bei solchen Anzeichen wird dringend geraten, umgehend eine Hausärztin oder einen Hausarzt aufzusuchen, um eine mögliche Borreliose-Infektion frühzeitig diagnostizieren und behandeln zu lassen. Eine rechtzeitige Therapie kann schwerwiegende Spätfolgen verhindern und die Genesung beschleunigen.

Die Gesundheitsbehörden in Mecklenburg-Vorpommern raten der Bevölkerung, insbesondere in den wärmeren Monaten, wachsam zu bleiben und präventive Maßnahmen zu ergreifen. Dazu gehören das Tragen langer Kleidung in Risikogebieten, die Verwendung von Insektenschutzmitteln und regelmäßige Kontrollen nach Outdoor-Aktivitäten. Durch diese Vorsichtsmaßnahmen lässt sich das Risiko von Zeckenstichen und den damit verbundenen Infektionen erheblich reduzieren.

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