Aram Arami: Neue Krimireihe aus dem Saarland mit Tiefgang
Aram Arami: Neue Krimireihe aus dem Saarland

Die neue Krimireihe aus dem Saarland verspricht Spannung und Tiefgang. Im Mittelpunkt steht Schauspieler Aram Arami, bekannt aus „Fack ju Göhte“, der seine erste „wirklich erwachsene Rolle“ spielt. Der Film „Der Saarland-Krimi: Bruder, Liebe, Tod“ wird am 30. April im Ersten ausgestrahlt und ist ab dem 27. April in der ARD-Mediathek verfügbar.

Handlung und Figuren

Die Geschichte dreht sich um die Ermittler Tayfun Can (Arami) und Elisa Santori (Olga von Luckwald), die nach einem traumatischen Erlebnis mit einem mysteriösen Todesfall zu kämpfen haben. Ein junger Mann stürzt von einem Dach, und die beiden Polizisten, die ihm helfen wollten, sind tief verletzt. Während Elisa weiterhin im Dienst bleibt, quittiert Tayfun den Polizeidienst und widmet sich der Sozialarbeit. Er betreut straffällige Jugendliche in einem gastronomischen Projekt namens „Kleine Freiheit“, wo diese als Köche und Kellner arbeiten.

Doch als Tayfuns jüngerer Bruder Momo (Doguhan Kabadayi) und dessen Freundin Nora Winter (Sarah Mahita) in einen Mordfall verwickelt werden, beginnt Tayfun auf eigene Faust zu ermitteln. Schließlich arbeitet er wieder mit seiner Ex-Kollegin Elisa zusammen. Anfangs vermuten sie die Mafia hinter den Vorfällen, doch bald rücken andere Motive wie Geschwisterliebe, Eifersucht und Vertrauen in den Vordergrund.

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Aram Arami über seine Rolle

Aram Arami, 1993 im Irak geboren und als Kleinkind mit seiner Familie nach Deutschland gekommen, spielt den ehemaligen Polizisten Tayfun Can. „Ich spiele einen ehemaligen Polizisten, der durch einen tragischen Vorfall im Dienst beschlossen hat, auszusteigen“, sagt der 32-Jährige. Seine Figur habe ein ausgeprägtes Helfersyndrom: „Tayfun hat viele Baustellen, mit denen er sich eigentlich befassen müsste, aber versucht das zu umgehen, indem er anderen hilft.“

Arami betont, dass diese Rolle die erste wirklich erwachsene in seiner Karriere sei: „Vorher war das natürlich immer auch irgendwo erwachsen, aber immer verspielt und ein bisschen sympathisch und lustig. Und jetzt ist es mal ernst und wirklich erwachsen.“ Er habe 150 Prozent gegeben, um zu zeigen, dass er mehr kann als die erfolgreichen komödiantischen Rollen.

Drehorte und Inszenierung

Regisseurin Janis Rebecca Rattenni, bekannt für den Münster-„Tatort: Man stirbt nur zweimal“ (2024), und Autor Mathias Schnelting („Helen Dorn“) liefern einen soliden Einstandskrimi ab. Besonders beeindruckend sind die Drehorte wie der Osthafen in Saarbrücken und ehemalige Fabrikhallen mit alten Zügen. Tayfun wohnt in einem umgebauten Waggon neben dem Restaurant, in dem er arbeitet.

Arami ist als bodygestylter Mann zu sehen, in dem noch der Polizist steckt, was er durch körperlichen Einsatz zeigt. Olga von Luckwald spielt überzeugend eine traumatisierte Ermittlerin, die versucht, mit ihrem Trauma umzugehen. Die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern lässt auf eine vielversprechende Reihe hoffen.

Ausblick

Der Krimi bietet eine gelungene Mischung aus Spannung, Charakterentwicklung und regionalem Flair. Die ARD setzt mit dem Saarland-Krimi die Tradition des DonnerstagsKrimis fort und erweitert das Portfolio um eine neue, vielversprechende Reihe. Fans dürfen gespannt sein, wie es mit Tayfun und Elisa weitergeht.

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