Eintracht Frankfurt trennt sich von Trainer Albert Riera
Eintracht Frankfurt entlässt Trainer Albert Riera

Offizielle Mitteilung: Riera-Aus bei Eintracht. Nach nur 104 Tagen und 14 Spielen als Trainer von Eintracht Frankfurt ist Schluss für Albert Riera (44). Der Spanier wurde am Montagabend nach dem verpassten internationalen Wettbewerb in der Bundesliga entlassen. Es war das Resultat einer verkorksten Zusammenarbeit, die von Anfang an unter keinem guten Stern stand.

Riera-Ära endet nach 14 Spielen

Riera war seit dem 2. Februar Trainer in Frankfurt, holte in seinen 14 Spielen aber nur 17 Punkte – viel zu wenig für die Ambitionen des Vereins. Dazu kamen Konflikte mit zahlreichen Profis wie Jonathan Burkardt (25) oder Mario Götze (33) sowie seine Reporter-Attacke auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den HSV. Das alles brachte das Fass zum Überlaufen. Christoph Daum (†70) war der letzte Trainer, der kürzer im Amt war (2011/54 Tage).

Fan-Proteste und Negativschlagzeilen

Riera war zuletzt Eintracht-intern und auch bei den Frankfurter Fans immer stärker unter Druck geraten. Vor dem Stuttgart-Spiel (2:2) wurde Riera vom Publikum bei der Vorstellung von Mannschaft und Trainer lautstark ausgepfiffen. Nach dem Spiel verabschiedete ihn die Kurve mit dem Spruchband „Nada de Gracias, Alberto“ („Danke für nichts, Albert!“) aus dem Stadion. Das Projekt-Riera ist auch bei den Fans krachend gescheitert. Einen solch unrühmlichen Abschied gab es jahrelang nicht für einen Trainer in Frankfurt.

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Eintracht sehnt sich nach Ruhe

In seinen ersten Spielen hatte Riera noch einen positiven Effekt. Der Coach stabilisierte als Nachfolger von Dino Toppmöller (45) die Defensive. Eintracht spielte in vier seiner ersten sechs Partien zu null. Damit war der größte Brand gelöscht. Das Problem: Der Riera-Effekt verpuffte viel zu schnell. Der Trainer machte fast ausschließlich Negativ-Schlagzeilen. Vor allem seine einwöchige Abreise zu einem Legenden-Spiel in Liverpool während der Länderspielpause wurde extrem kritisch gesehen. Zudem sorgten seine extremen Launen mehrheitlich nur noch für Kopfschütteln. Wilde Sprüche, wilde Personal-Entscheidungen, der Burkardt-Eklat... Die Brandherde, die der Coach in sehr kurzer Zeit losgetreten hat, waren einfach zu groß. Bei Eintracht sehnt man sich wieder nach mehr Ruhe und Souveränität.

Favoriten auf die Nachfolge

Die erwünschte Ruhe soll der Nachfolger wieder mit an den Main bringen. Laut Informationen gibt es aktuell vor allem vier Kandidaten für die Nachfolge des kläglich gescheiterten Spaniers. Ex-Dortmund-Coach Mike Tullberg (40), Al-Ahli-Trainer Matthias Jaissle (38), Noch-Pauli-Trainer Alexander Blessin (52) und Ex-Eintracht-Trainer Adi Hütter (56, ohne Verein). Tullberg arbeitete Anfang 2025 als Interimstrainer in Dortmund, galt schon 2023 als möglicher Glasner-Nachfolger. Seit September 2025 trainiert er den FC Midtjylland, mit dem er gerade gegen den FC Kopenhagen den dänischen Pokal geholt hat. Ein Trainer, der zur Arbeit von Sport-Vorstand Krösche in Frankfurt sehr gut passen könnte.

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