Mainz - Gordon Schnieder ist neuer Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz. Der CDU-Politiker wurde am Mittwoch im Landtag in Mainz gewählt. Er löst damit die langjährige Amtsinhaberin Malu Dreyer (SPD) ab, die nach 20 Jahren an der Spitze des Landes nicht mehr angetreten war.
Wahlgang und Ergebnis
Im ersten Wahlgang erhielt Schnieder 51 von 101 abgegebenen Stimmen. Damit fehlte ihm eine Stimme zur absoluten Mehrheit. Im zweiten Wahlgang konnte er jedoch 52 Stimmen auf sich vereinen, was für die notwendige absolute Mehrheit ausreichte. Die Wahlbeteiligung lag bei 100 Prozent, alle Abgeordneten waren anwesend.
Reaktionen und Ausblick
Nach seiner Wahl dankte Schnieder den Abgeordneten für das Vertrauen und kündigte eine enge Zusammenarbeit mit allen Fraktionen an. Er betonte, dass er die Herausforderungen des Landes wie die Digitalisierung, den Klimawandel und die wirtschaftliche Entwicklung angehen wolle. Die Opposition kritisierte hingegen die knappe Mehrheit und forderte mehr Transparenz in der künftigen Regierungsarbeit.
Mit der Wahl endet eine Ära in Rheinland-Pfalz. Malu Dreyer hatte das Amt seit 2013 inne und war zuvor bereits Staatsministerin. Sie gilt als eine der prägendsten Figuren der SPD in der Region. Schnieder, der zuvor Fraktionsvorsitzender der CDU im Landtag war, steht nun vor der Aufgabe, eine stabile Regierung zu bilden. Koalitionsverhandlungen mit möglichen Partnern stehen noch aus.
Die nächsten Schritte werden mit Spannung erwartet. Schnieder hat angekündigt, in den kommenden Tagen Gespräche mit allen demokratischen Parteien zu führen, um eine breite Basis für seine Regierung zu schaffen. Die Bürgerinnen und Bürger von Rheinland-Pfalz blicken gespannt auf die neue politische Führung.



