Drama auf dem Eis: Deutsche Camper nach fünf Stunden aus Ostsee-Eisbrocken gerettet
Zwei deutsche Camper haben auf der zugefrorenen Ostsee zwischen Finnland und Schweden ein dramatisches Abenteuer erlebt. Nach einer Übernachtung auf dem Eis brach am frühen Morgen plötzlich die Eisdecke unter ihrem Zelt weg. Der finnische Grenzschutz bestätigte den Vorfall am Montag gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Bereits am Samstag hatte sich das Geschehen im Bottnischen Meerbusen zugetragen, wie zuvor die Bild-Zeitung berichtete.
Rettung auf stabile Eisfläche und SOS-Signal aus Eisbrocken
Die Frau und der Mann konnten sich in letzter Sekunde auf eine stabile Eisfläche retten, während nahezu ihre gesamte Ausrüstung ins eiskalte Wasser fiel. Mit einer Funkbake setzten sie umgehend einen Notruf ab. Zusätzlich legten sie mit Eisbrocken die Buchstaben SOS auf das Eis, um ihre Position für Rettungskräfte deutlich zu markieren. Dieser kreative Hilferuf sollte sich als entscheidend erweisen.
Fünfstündiges Warten und Hubschrauber-Rettung
Fünf lange Stunden mussten die beiden Deutschen auf der Eisfläche ausharren, bevor endlich Rettung eintraf. Ein Hubschrauber der finnischen Grenzschutzbehörde konnte die Camper schließlich lokalisieren und bergen. Nach Angaben der Einsatzkräfte waren die beiden stark durchgefroren, befanden sich ansonsten jedoch in guter körperlicher Verfassung. Die Rettungsaktion verlief trotz der schwierigen Bedingungen erfolgreich.
Geplante Skitour über die Ostsee
Laut Angaben des finnischen Grenzschutzes planten die beiden Deutschen ursprünglich, die Ostsee zwischen dem finnischen Oulu und der schwedischen Stadt Luleå auf Skiern zu überqueren. Sie waren bereits am 9. März von Oulu aus aufgebrochen und hatten sich für eine Übernachtung auf dem Eis entschieden. Diese Entscheidung sollte sich als äußerst riskant erweisen, da die Eisdecke an dieser Stelle nicht stabil genug war.
Der Vorfall unterstreicht die Gefahren, die mit Aktivitäten auf zugefrorenen Gewässern verbunden sind. Trotz sorgfältiger Planung können unvorhergesehene Ereignisse wie das Wegbrechen der Eisdecke zu lebensbedrohlichen Situationen führen. Die Rettungskräfte betonten die Wichtigkeit von Notfallausrüstung und klaren Kommunikationsmitteln in solchen Extremsituationen.



