Dramatischer Zwischenfall auf der Ostsee: Ausflugsschiff mit Feuer an Bord evakuiert
Was als idyllische Schiffsrundfahrt entlang der berühmten Kreideküste von Rügen geplant war, endete am Sonntag in einem dramatischen Notfall. Das Fahrgastschiff MS Adler-Mönchgut mit 24 Passagieren an Bord musste nach einem Brand im Maschinenraum evakuiert werden, wie die Wasserschutzpolizei bestätigte.
Rauch im Maschinenraum stoppt geplante Kreidefelsentour
Das Schiff war in Peenemünde auf der Insel Usedom gestartet und befand sich auf dem Weg über Göhren zu den Kreidefelsen, als Besatzungsmitglieder während des Ablegemanövers an der Seebrücke Göhren Rauch entdeckten. Es handelte sich um Rauchentwicklung im Maschinenraum und ein Feuer am Abluftschacht, erklärte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei. Die bordeigene Feuerlöschanlage wurde sofort aktiviert, und alle Gäste konnten das Schiff unverletzt verlassen.
Schiff vorübergehend außer Betrieb – Ersatzfahrplan aktiv
Das Feuer konnte schnell gelöscht werden, doch die genaue Ursache ist noch unklar. Die Reederei teilte mit, dass ein Defekt im Bereich des Abgaskondensators als möglicher Auslöser geprüft wird. Der entstandene Sachschaden wird vorläufig auf etwa 10.000 Euro geschätzt. Das Schiff wurde zur weiteren Untersuchung und Reparatur in die Werft nach Wolgast gebracht, und der Zeitpunkt der Wiederaufnahme des Fahrbetriebs steht noch nicht fest.
Seit Montag gilt ein Ersatzfahrplan für die beliebten Touren entlang der Kreideküste:
- Die MS Binz übernimmt Fahrten ab Göhren (11 Uhr), Sellin (11.30 Uhr) und Binz (12.30 Uhr)
- Die MS Kap Arkona führt weitere Fahrten ab Sellin (10 Uhr), Binz (10.45 Uhr und 13.30 Uhr) sowie ab Stadthafen Sassnitz (11.30 Uhr und 14.15 Uhr) durch
Die Reederei betonte, dass trotz des Zwischenfalls der Betrieb aufrechterhalten wird, um den Touristen weiterhin die beeindruckende Kulisse der Kreidefelsen von Rügen zu zeigen.



