Feuerwehren in der Müritzregion im Dauereinsatz nach Tauwetter und Überflutungen
Feuerwehren im Dauereinsatz nach Tauwetter in Müritzregion

Feuerwehren in der Müritzregion im Dauereinsatz nach Tauwetter und Überflutungen

Das kräftige Tauwetter am Wochenende hat die Müritzregion unter Wasser gesetzt und die Feuerwehren in einen anhaltenden Einsatz gezwungen. Zwischen Sonnabendvormittag und Montagvormittag wurden zahlreiche Notrufe gemeldet, die sich auf vollgelaufene Keller, überschwemmte Grundstücke und überflutete Straßen bezogen. Trotz der intensiven Aktivitäten blieben größere Schadenslagen in der Region aus, wie der Landkreis mitteilte.

Einsatzschwerpunkte und betroffene Gebiete

Die meisten Alarmierungen gab es im Bereich Röbel mit insgesamt 19 Einsätzen. Hier standen unter anderem die L241 zwischen Priborn und der Kreuzung Richtung Röbel sowie mehrere Senken zwischen Bütow und Dambeck unter Wasser. In Rechlin-Ellerholz musste zusätzlich das Technische Hilfswerk aus Waren (Müritz) anrücken, das etwa 30 Sandsäcke zur Verfügung stellte. Sandsäcke werden genutzt, um Wasser gezielt umzuleiten oder Gebäude vor eindringendem Wasser zu schützen.

Im Bereich Malchow rückten die Wehren zu 15 Einsätzen aus, während in und um Penzlin 14 Mal technische Hilfe geleistet werden musste. Betroffen waren hier Straßen zwischen Krukow und Alt Rehse sowie Ortslagen in Möllenhagen, wo Wasser über die Fahrbahn lief und sich in einer Senke sammelte. In Waren wurde die Freiwillige Feuerwehr am Sonnabend und Sonntag zum Wiesengrund gerufen, weil die Fahrbahn aufgrund des steigenden Wassers schwer passierbar war. Die B192 bei Klein Plasten sowie die Kreisstraße zwischen Vielist und Grabowhöfe standen zeitweise unter Wasser, mit insgesamt 15 Einsätzen in diesem Bereich. Drei Einsätze entfielen auf den Bereich Rechlin.

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Straßensperrungen und technische Herausforderungen

Teilweise wurden Straßen gesperrt, weil sich Wasser in Senken staute oder als Folge des schnellen Tauwetters über die Fahrbahn lief. Der gefrorene Boden konnte die großen Wassermengen nicht aufnehmen, was zu weiteren Überflutungen führte. Trotz der vielen Einsätze zieht der Landkreis eine insgesamt ruhige Bilanz: „Schwere Einsatzlagen oder Problemeinsätze sind in der Müritzregion nicht aufgetreten“, so Kreis-Sprecher Nils Henke.

Allerdings kommt die Feuerwehrtechnische Zentrale (FTZ) in Neuendorf an ihre Grenzen. Eileen Bensch, Sprecherin der Freiwilligen Feuerwehr Waren, informiert, dass dort „die Hölle los“ sei, aufgrund der vielen schmutzigen Schläuche aus dem gesamten Landkreis, die nun gereinigt werden müssen. Weil das Aufkommen so hoch ist, können die Schläuche nur noch nach Terminvereinbarung gewaschen, kontrolliert, getrocknet und wieder aufgerollt werden.

Lokale Auswirkungen und betroffene Personen

In Grabowhöfe war sogar Bürgermeister Enrico Malow vom Tauwasser betroffen, was die lokalen Auswirkungen der Überflutungen unterstreicht. Die Einsatzkräfte arbeiteten unermüdlich, um die Situation unter Kontrolle zu bringen und Schäden zu minimieren. Die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehren und dem Technischen Hilfswerk erwies sich als entscheidend, um die Herausforderungen des Tauwetters zu bewältigen.

Insgesamt zeigt der Vorfall, wie anfällig die Region für Wetterextreme ist und wie wichtig eine gut koordinierte Einsatzbereitschaft der Rettungskräfte ist. Die Feuerwehren bleiben weiterhin in Alarmbereitschaft, falls weitere Überflutungen auftreten sollten.

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