Neues Konzept zur Bergung des Buckelwals vor Poel
Ein neues Konzept zur Rettung des gestrandeten Buckelwals in der Ostsee sieht den Einsatz eines absenkbaren Lastkahns vor. Bislang liegt dem Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern jedoch noch keine Genehmigung für das Vorhaben vor, wie eine Sprecherin von Minister Till Backhaus (SPD) mitteilte. Die notwendigen Unterlagen zur Bewertung des neuen Plans seien noch nicht eingegangen.
Altes Konzept gescheitert
Das ursprüngliche Vorhaben, den Wal auf einer Plane zwischen zwei Pontons in die Nordsee und den Atlantik zu transportieren, ist nach Angaben des Ministeriums vom Tisch. „Unter anderem fehlte für die vorgesehene technische Konstruktion die notwendige Zulassung für den Seeverkehr, sodass eine Umsetzung nicht möglich war“, erklärte die Sprecherin. Damit war der erste Rettungsversuch gescheitert.
Transport mit Barge geplant
Nun soll das rund zwölf Tonnen schwere Tier mit einer sogenannten Barge transportiert werden. Dabei handelt es sich um einen etwa 15 Meter breiten, absenkbaren Lastkahn, der nicht eigenständig fährt, sondern von Schleppern gezogen wird. Vom aktuellen Liegeplatz des Wals aus soll eine 110 Meter lange, zehn Meter breite und zwei Meter tiefe Rinne zum Fahrwasser freigebaggert werden. Dafür werde ein weiterer Bagger erwartet, hieß es aus dem Kreis der Initiative.
Behörden prüfen noch
Ob das neue Konzept die Zustimmung der Behörden erhält, ist noch offen. Minister Backhaus betonte: „Solange uns keine vollständigen Unterlagen vorliegen, kann es weder eine abschließende Bewertung noch eine Einordnung möglicher Maßnahmen geben.“ Er versicherte jedoch, dass das Land das Konzept nach Eingang „mit höchster Priorität“ prüfen werde. Die Initiative hofft auf eine schnelle Entscheidung, um den Wal aus der Bucht vor der Insel Poel zu befreien.



