Vom Elektroauto zum Reisemobil: Eine Frau verwandelt ihren Smart in ein Mini-Camper
Die 40-jährige Diana Lichtenthal aus dem Erzgebirge hat ein ungewöhnliches Projekt gestartet: Sie hat ihren elektrisch betriebenen Smart zu einem voll funktionsfähigen Mini-Wohnmobil umgebaut. Nachdem ihr vorheriges Fahrzeug – ein 27 Jahre alter Smart, den sie ebenfalls zum Camper umgerüstet hatte – wegen eines Motorschadens ausfiel, blieb sie ihrer Lieblingsmarke treu und wechselte zur Elektroversion.
Individuelles Design mit Pokémon-Motiv
Der neue E-Smart erhielt sofort ein markantes Aussehen: Diana Lichtenthal ließ das Fahrzeug mit einer speziellen Folie bekleben, die die Pokémon-Figur „Folipurba“ zeigt. „Ich wollte etwas Einzigartiges schaffen, das meinen Charakter widerspiegelt“, erklärt die 1,63 Meter große Sächsin. Das auffällige Fahrzeug nutzt sie nicht nur für den täglichen Arbeitsweg, sondern auch für zahlreiche Ausflüge in die Natur.
Komplette Ausstattung für den Roadtrip
Im Inneren des Smarts hat Diana mit Hilfe eines Freundes eine praktische Einrichtung geschaffen. Rechts im Fahrzeug befindet sich eine Konstruktion, auf die eine 60 Zentimeter breite Kaltschaummatratze gelegt wird. Die Liegefläche kann bei Bedarf verlängert werden, um komfortables Schlafen zu ermöglichen. Noch fehlen einige Ausstattungsdetails: „Ich plane maßgefertigte Kisten für Koch- und Badeutensilien sowie einen Gaskocher“, sagt Diana. Ein besonderes Problem stellt die schräge Heckklappe dar, die sich noch nicht als Kochtisch eignet.
Absolute Notwendigkeit für die Reise ist eine faltbare Trockentoilette. „Ich habe ein praktisches Pop-up-Zelt, in dem ich ungestört duschen und die Toilette nutzen kann“, erklärt die Abenteurerin. Zusätzlich wartet sie auf die Lieferung einer grünen Autofolie, die für Isolation und Sichtschutz verwendet werden soll.
Zweiwöchige Reise zur polnischen Ostsee
Ursprünglich plante Diana Lichtenthal eine Reise nach Frankreich, entschied sich dann aber für die malerische polnische Ostsee. Ende April will sie ihr zweiwöchiges Abenteuer starten und vom Erzgebirge aus etwa 580 Kilometer über Landstraßen zurücklegen. „Ich möchte meiner Community auf Social Media zeigen, dass selbst ein kleiner E-Smart diese Strecke schaffen kann“, betont sie.
Die Reichweite des Fahrzeugs stellt dabei eine besondere Herausforderung dar: Pro Ladung schafft der Smart maximal 120 Kilometer. „Ich fahre direkt nach meiner Nachtschicht los, damit ich den Sonnenaufgang an der Ostsee erleben kann. Während der Ladezeit von etwa zwei bis zweieinhalb Stunden mache ich ein Nickerchen“, verrät Diana ihren cleveren Plan.
200 Sehenswürdigkeiten auf der Wunschliste
Die Reise nach Polen, einem Land, das Diana noch nie besucht hat, verspricht zahlreiche Entdeckungen. Beeindruckende 200 Sehenswürdigkeiten hat sie bereits auf ihre Wunschliste gesetzt. Jeden Tag wird sie nur so weit fahren, wie der Ladestand ihres Smarts es erlaubt. Zum Aufladen plant sie, auf Campingplätzen zu übernachten, wo sie bei Bedarf auch die Standheizung einschalten kann.
Über die Verfügbarkeit von Ladestationen macht sich die optimistische Reisende keine Sorgen: „Falls es nötig wird, nutze ich einfach ein Kabel, um meinen Smart an einer normalen Steckdose aufzuladen.“ Die Rückreise soll dann durch die Uckermark führen.
Social-Media-Begeisterung für das Projekt
Diana Lichtenthal, die Mutter eines 16-Jährigen ist, teilt ihre Erlebnisse mit dem Umbau des Smarts und die Vorbereitungen für die Reise auf Facebook, Instagram und TikTok. Dort begeistert sie eine stetig wachsende Gemeinschaft von Interessierten, die gespannt auf den Start des ungewöhnlichen Roadtrips warten. Das Projekt zeigt, dass auch mit kleinen Elektrofahrzeugen große Abenteuer möglich sind – wenn man nur den nötigen Pioniergeist mitbringt.



