Polizeireiter an der Elbe: Erfolgsgeschichte für Natur und Tourismus
Polizeireiter an der Elbe: Erfolgsgeschichte für Natur

Polizeireiter an der Elbe: Erfolgsgeschichte für Natur und Tourismus

Die ersten Meter in der malerischen Elbtalaue haben die Polizeireiter bereits wieder erkundet. Bis in den späten Sommer hinein sind sie nun auch in diesem Jahr im Einsatz, um die einzigartige Naturlandschaft zu schützen. Hoch zu Ross und bürgernah kontrolliert die Polizei in den Sommermonaten genau, ob an der Elbe alles nach Recht und Ordnung verläuft. Die Beteiligten sprechen dabei von einer beeindruckenden Erfolgsgeschichte, die sich über 15 Jahre erstreckt.

Streng geschützte Elbtalaue erfordert besondere Maßnahmen

Die Elbe zwischen Dömitz und Boizenburg hat noch immer etwas Wildes und Ursprüngliches an sich. Hier ist bei Weitem nicht alles begradigt oder betoniert, was natürlich seinen besonderen Reiz ausmacht. Die unberührte Natur lockt Besucher von nah und fern, und die Anwohner freuen sich über Touristen, die die Region für sich entdecken. Doch das bedeutet keineswegs, dass entlang der Elbe alles erlaubt ist, worauf man Lust hat.

Die Elbtalaue steht unter strengem Naturschutz, und die Regeln müssen konsequent eingehalten werden. Um dies zu gewährleisten, sind jetzt wieder spezielle Polizisten entlang der Elbe unterwegs. Von Mitte April bis Ende August verrichten erneut Polizeireiter der Reiterstaffeln aus Braunschweig und Hannover ihren Dienst in diesem sensiblen Gebiet. Statt Hooligans bei Fußballspielen heißt es für sie nun, Camper in den empfindlichen Elbwiesen in Zaum zu halten.

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Aufklärung statt Strafen: Ein präventiver Ansatz

Bereits im 15. Jahr sind die Reiter vor Ort im Einsatz, was die Verantwortlichen dazu veranlasst, von einer echten Erfolgsgeschichte zu sprechen. Es geht dabei nicht primär darum, sofort mit Strafzetteln und Bußgeldern zu drohen, wie bei der diesjährigen Vorstellung der Polizeireiter in Damnatz erörtert wurde. Vielmehr steht die Aufklärung im Vordergrund, um Schäden für die Natur bereits im Vorfeld zu verhindern.

Jürgen Meyer, Bürgermeister der Samtgemeinde Elbtalaue, betont die Bedeutung dieser Maßnahme. Er erinnert sich noch gut an die Zeit vor den Polizeireitereinsätzen und bezeichnet die damaligen Zustände als ausgesprochen schwierig. Die Polizeireiter zeigen also nachweislich Wirkung und decken Jahr für Jahr neue Verstöße auf, die dann doch geahndet werden müssen.

Illegale Camps und riesiges Einsatzgebiet

Zu Beginn der aktuellen Saison wird beispielsweise an illegale Camps erinnert, die mitunter mit Tarnnetzen versehen waren, um weniger aufzufallen. Solche Praktiken sind natürlich nicht mit dem Schutz der Natur vereinbar, wenn diese in ihrer Schönheit erhalten bleiben soll. Die Polizeireiter werden auf ihren regelmäßigen Touren, wie sie auch im Video dokumentiert sind, besonders darauf achten.

Das Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue erstreckt sich über eine gewaltige Fläche von fast 570 Quadratkilometern, die während der Einsatzzeit von den Reitern sorgfältig inspiziert werden soll. Den Auftakt machen dabei die Pferde Pepe, Gonzo, Signum und Sam zusammen mit ihren erfahrenen Reiterinnen und Reitern. Ihr Einsatz lohnt sich nicht nur für die Natur, sondern auch für das harmonische Miteinander von Tourismus und Umweltschutz in dieser einzigartigen Region.

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