Geheime Promi-Hotspots an der Ostsee: Von Udo bis Putin
Promi-Hotspots Ostsee: Von Udo bis Putin

Urlaub im Norden: Prominente Gäste an der Ostsee

Die Ostseebäder wie Ahrenshoop, Warnemünde oder Heiligendamm ziehen jedes Jahr zahlreiche Touristen an – und auch Prominente. Sowohl in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit haben sich hier bekannte Persönlichkeiten aufgehalten. Am 17. Mai wird Udo Lindenberg 80 Jahre alt. Der Panik-Rocker lebt normalerweise im Hotel Atlantic in Hamburg, doch im Hotel Neptun in Warnemünde ist er kein Unbekannter. Die „Promigalerie“ des Hotels ist gefüllt mit Königen, Ex-Kanzlern und Künstlern. Unvergessen bleibt für die Belegschaft, wie Lindenberg vor einigen Jahren überraschend zu einer nächtlichen Küchenparty erschien.

Von Hansa-Trainern bis Kurt Tucholsky

Auch in anderen Warnemünder Hotels sind die Erinnerungen an illustre Gäste lebendig. Frank Martens, Direktor des Ringhotels Warnemünder Hof, berichtet: „Seit 2014 haben sämtliche Trainer von Hansa Rostock, soweit sie nicht bereits in Rostock ansässig waren, zunächst in unserem Haus gewohnt – teils über viele Wochen hinweg.“ Auch Zweitliga-Mannschaften checkten bei Auswärtsspielen ein. Internationale Gäste wie Beach-Polo-Spieler aus Indien, Botschafter, Landesminister und TV-Persönlichkeiten wie Inka Bause und Ralf Schmitz zählen zur Gästeschar.

Warnemünde hat eine ruhmreiche Tradition: Kurt Tucholsky kam als junger Mann oft zum Baden, der Dichter Joachim Ringelnatz schrieb hier geistreiche Verse, und Theodor Fontane notierte lakonisch: „Warnemünde ist nicht besonders elegant, aber darin schön und anziehend.“ Der norwegische Maler Edvard Munch lebte 1907/08 sogar 18 Monate im Fischerdorf und schuf zahlreiche Gemälde und Skizzen am Alten Strom. Erst der zunehmende Tourismus veranlasste ihn zur Abreise. Das renovierte Haus, in dem Munch wohnte, gehört heute zu den Schmuckstücken Warnemündes.

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Ahrenshoop: Ein „Bad der Intelligenz“

Auch Ahrenshoop auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst kennt sich mit prominenten Gästen aus. Der deutsch-amerikanische Maler Lyonel Feininger zog es hierhin, später die DDR-Kultur-Elite wie Bertolt Brecht oder Christa Wolf. Es sollte ein „Bad der Intelligenz“ werden. Heute kann man Filmstars wie Jan Josef Liefers, Henry Hübchen oder Andrea Sawatzki treffen. Auch Ex-Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) suchte während seiner kurzen Regierungszeit die Ruhe und Abgeschiedenheit Ahrenshoops.

Der Riesenstrandkorb von Heiligendamm

Heiligendamm kann für alle Zeiten die größte Promi-Dichte an einem deutschen Seebad für sich beanspruchen. Der Ort hatte bereits mit Kaiser Wilhelm I., Rainer Maria Rilke und Max Schmeling prominente Gäste. Der G8-Gipfel im Jahr 2007 toppte jedoch alles: Präsident Nicolas Sarkozy (Frankreich), Präsident Wladimir Putin (Russland), Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), US-Präsident George W. Bush und der britische Premierminister Tony Blair saßen einträchtig nebeneinander im Riesenstrandkorb. Lang ist es her, aber die Erinnerung bleibt.

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