Rettungseinsatz auf Rügen: Zwei Wanderer aus Kreideschlamm an Steilküste geborgen
Rettungseinsatz auf Rügen: Wanderer aus Kreideschlamm geborgen

Rettungseinsatz an der Kreideküste: Zwei Wanderer aus gefährlichem Schlamm geborgen

Ein dramatischer Rettungseinsatz hat sich am Sonntagabend an der berühmten Steilküste des Nationalparks Jasmund auf Rügen abgespielt. Zwei Wanderer waren am Strand unterhalb der Kreidefelsen in tiefen Kreideschlamm eingesunken und mussten unter schwierigsten Bedingungen von Seenotrettern und Feuerwehrleuten gerettet werden.

Verletzte und unterkühlte Wanderer benötigten dringend Hilfe

Die 38-jährige Frau aus Berlin und ihr gleichaltriger Begleiter aus Hamburg konnten sich zwar eigenständig aus dem gefährlichen Schlamm befreien, erlitten dabei jedoch Verletzungen und waren stark unterkühlt. Gegen 18.30 Uhr erreichte der Notruf die Seenotretter, die umgehend mit dem Tochterboot „Notarius“ des Seenotrettungskreuzers „Harro Koebke“ ausliefen.

Die Freiwillige Feuerwehr Sassnitz unterstützte den Einsatz sowohl über den See- als auch über den Landweg. Da die felsige Küstenlinie für größere Boote kaum zugänglich ist, brachten die Retter zusätzlich ein spezielles Schlauchboot mit, um die Verunglückten zu erreichen.

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Komplexe Rettungsaktion vom Wasser aus

Im Bereich des Fahrnitzer Ufers setzten ein erfahrener Seenotretter und ein Feuerwehrmann mit dem Schlauchboot über und erreichten nach kurzer Zeit die beiden verletzten Wanderer am Strand. Nach einer ersten medizinischen Versorgung vor Ort wurden die Patienten vorsichtig per Schlauchboot zur wartenden „Notarius“ gebracht.

Das Rettungsboot nahm anschließend Kurs auf den Hafen von Sassnitz, der etwa zehn Kilometer entfernt liegt. Dort übergaben die Einsatzkräfte die Geretteten an den bereitstehenden Rettungsdienst, der die weitere medizinische Behandlung übernahm.

Gefährliche Küstenbedingungen durch Frostperiode

Nach Angaben der Rettungskräfte erschweren die aktuellen geologischen Gegebenheiten an der Küste solche Einsätze erheblich. Die lange Frostperiode im Winter hat zu verstärkten Abbrüchen an den Kreidefelsen geführt, wodurch sich an manchen Stellen tiefe und gefährliche Kreideschlammbereiche gebildet haben.

Die Nationalparkverwaltung warnt daher eindringlich davor, die markierten Wege oberhalb der Küste zu verlassen. Spaziergänge am Fuß der Steilküste bergen derzeit erhebliche Risiken und können lebensgefährlich werden, wie dieser Vorfall deutlich zeigt.

Rettungsaktionen in diesem schwierigen Gelände erfordern besondere Expertise und Ausrüstung. Die enge Zusammenarbeit zwischen Seenotrettung und Feuerwehr erwies sich auch bei diesem Einsatz als entscheidend für den erfolgreichen Ausgang der Bergungsaktion.

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