Der Rostocker Zoo rüstet sich für die Zukunft. Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten im Darwineum rückt nun das Humboldteum als nächstes Großprojekt in den Fokus. Zoodirektorin Antje Angeli jongliert dabei mit mehreren Sanierungsprojekten gleichzeitig.
Sanierungen im Darwineum und Südamerikahaus
Bereits im vergangenen Jahr wurden 2,6 Millionen Euro in Sanierungen investiert, unter anderem in die Orang-Utan-Anlage in der Tropenhalle des Darwineums. In diesem Jahr fließen weitere 1,2 Millionen Euro in Reparaturen und Modernisierungen. Die Tropenhalle, obwohl erst 2012 eröffnet, leidet unter dem feucht-warmen Tropenklima, das Holz schneller verrotten lässt. Im zweiten Halbjahr werden daher die beiden inneren Brücken der Tropenhalle saniert. Während der etwa einmonatigen Bauzeit sind die Affen auf ihren Außenanlagen zu sehen.
Ein weiteres Großprojekt ist die Komplettsanierung des Südamerikahauses, die im Juni beginnen soll. Die gesamte Inneneinrichtung wird erneuert, und die Arbeiten sollen noch dieses Jahr abgeschlossen werden. Im Südamerikahaus leben kleine Affenarten, Gürteltiere und Nasenbären.
Neue Anlage für Mandschurenkraniche und historischer Eingang
Die neue Anlage für die Mandschurenkraniche ist bereits im Bau und soll im Herbst fertiggestellt werden. Sie umfasst eine moderne, übernetzte Anlage mit Winterquartier, die den Vögeln geschütztes Brüten ermöglicht und Besuchern einen thematischen Lebensraum-Ausschnitt aus Fernost bietet.
Kurz vor dem Abschluss steht der historische Zooeingang an der Trotzenburg. Ursprünglich sollte er zu Ostern eröffnet werden, doch der harte Winter verzögerte die Arbeiten. Die Eröffnung ist nun für Juli geplant, mit einer großen Feier. Auch die Außenanlagen wurden neu gestaltet.
Humboldteum: Ein Leuchtturmprojekt für die Biodiversität
Neben den Sanierungen treibt der Zoo die Weiterentwicklung voran. Ein Masterplan wird erstellt, um den Zoo zukunftsfähig zu machen. Zentraler Baustein ist das Humboldteum, ein Zentrum für nachhaltige Biodiversität. Auf 10.000 Quadratmetern entsteht auf dem Gelände des alten Elefantenhauses ein Neubau für Zwergflusspferde, Aquarien und viele andere Tierarten. Geplant sind zwei Biodiversitäts-Hotspots: Westafrika und tropische Anden. Die Planungen beginnen dieses Jahr, der Baubeginn ist für 2030 vorgesehen. Das Humboldteum soll neben Darwineum und Polarium ein weiteres Leuchtturmprojekt werden.



