Wilde Verfolgungsjagd an der Ostsee: Raser nach 30 km gefasst
Verfolgungsjagd an der Ostsee: Raser nach 30 km gefasst

Eine spektakuläre Verfolgungsjagd hat sich am Sonntag auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst ereignet. Ein 47-jähriger Berliner raste fast 30 Kilometer vor der Polizei davon, rammte ein entgegenkommendes Auto und wurde schließlich durch einen Zufall gefasst. Die Beamten ermitteln nun unter anderem wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, Unfallflucht und Körperverletzung. Zudem besteht der Verdacht, dass der Fahrer unter Alkohol- oder Drogeneinfluss stand.

Raser fuhr über Gehsteige

Zeugen hatten den Mann am Vormittag im Touristenort Zingst beobachtet, wie er mit hoher Geschwindigkeit über Gehsteige fuhr. Als die Polizei eintraf, gab der 47-Jährige Gas und flüchtete in Richtung Ahrenshoop und Rostock. Bei Wustrow verlor er in einer Kurve die Kontrolle und rammte den Wagen einer 60-jährigen Frau, die ihm entgegenkam. Die Fahrerin aus der Region erlitt leichte Verletzungen, ihr Fahrzeug wurde stark beschädigt. Die Polizei kümmerte sich um die Verletzte und brach die riskante Verfolgung zunächst ab.

Graben gestoppt, Zeuge entscheidend

Nur zwei Kilometer weiter schleuderte der Flüchtige mit seinem Auto in einen Graben. Die Feuerwehr barg das Fahrzeug. Ein aufmerksamer Zeuge gab den Beamten jedoch einen entscheidenden Hinweis, sodass der Berliner drei Stunden später an der Ostsee bei Dierhagen gestellt werden konnte. Ein glaubhaftes Motiv für die riskante Raserei hatte er nicht. Die Polizisten brachten ihn wegen Alkoholverdachts in eine Klinik zur Blutprobe. Beide Autos wurden erheblich beschädigt, der geschätzte Schaden liegt bei mindestens 16.000 Euro.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration
Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram