Der Transport des gestrandeten Buckelwals in Richtung Nordsee geht weiter: Am frühen Morgen hat die „Fortuna B“ das Schleppfahrzeug gewechselt. Das neue Schiff übernahm vor 7.00 Uhr die Aufgabe, den Lastkahn mit dem Wal zu ziehen, wie ein Mitglied der privaten Initiative der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.
Route um Dänemark
Bereits am Dienstagabend hatte der Schlepper „Robin Hood“ die Barge – ein schwimmendes Becken – mit dem Wal am Ausgang der Kirchsee vor der Insel Poel übernommen. Anschließend fuhr er mit dem wassergefüllten Lastkahn in die Wismarbucht und weiter auf die offene Ostsee. Begleitet wurde er von der „Fortuna B“, die nun die Schleppaufgabe fortsetzt.
Laut dem Schiffs-Ortungsdienst VesselFinder befand sich der Verband gegen 8.00 Uhr östlich vor Fehmarn. Nach den Plänen der Initiative soll der Wal in einer mehrtägigen Aktion um die Nordspitze Dänemarks durch das Skagerrak in die Nordsee gebracht und dort freigelassen werden.
Unsicherheit über Überlebenschancen
Experten sind sich uneinig, ob der Wal den Transport überstehen wird und ob er in der Nordsee oder im Atlantik wieder in Freiheit leben kann. Wissenschaftler vermuten, dass er vor seiner Strandung immer wieder flaches Wasser aufgesucht hatte, weil er geschwächt war und sich ausruhen wollte.



