Sicherheit an Fastnacht: Über 5.000 Polizeikräfte im Einsatz in Rheinland-Pfalz
Fastnacht-Sicherheit: 5.000 Polizeikräfte in Rheinland-Pfalz

Sicherheit an Fastnacht: Über 5.000 Polizeikräfte im Einsatz in Rheinland-Pfalz

Mehr als 5.000 Polizeibeamte sind an den tollen Tagen in Rheinland-Pfalz im Einsatz, um die Straßenfastnacht zu sichern. Der Höhepunkt der Feierlichkeiten sind die traditionellen Umzüge an Rosenmontag, bei denen die Kommunen eng mit den Sicherheitsbehörden zusammenarbeiten. Nach Angaben des rheinland-pfälzischen Innenministeriums werden die Kräfte von Altweiberdonnerstag bis Fastnachtsdienstag eingesetzt, wobei allein beim Rosenmontagsumzug in Mainz etwa 1.120 Polizisten in zwei Phasen aktiv sind.

Erhöhte abstrakte Gefährdung trotz fehlender konkreter Hinweise

Den Sicherheitsbehörden liegen zwar keine Erkenntnisse oder Hinweise vor, die auf eine konkrete Gefährdung der Veranstaltungen während der diesjährigen Fastnachtskampagne hindeuten. Dennoch ergibt sich aus der aktuellen Sicherheitslage, insbesondere im Kontext des Nahostkonflikts, des Krieges in der Ukraine sowie der Entwicklungen im Iran, eine erhöhte abstrakte Gefährdung. Für jede größere Veranstaltung werden daher Sicherheitskonzepte von Veranstaltern und Kommunen in Zusammenarbeit mit der Polizei erarbeitet, die auch enge Abstimmungen zu Zufahrten umfassen.

Verstärkte Kontrollen und Einsatz von Videotechnik

Die Polizei kündigt verstärkte Kontrollen an, insbesondere im Hinblick auf Alkohol und andere berauschende Mittel, die an Karneval oft konsumiert werden. Eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Trier betont: „Wir wollen keine Spaßverderber sein, sondern ein verlässlicher Partner für sicheres Feiern.“ Zudem wird Videotechnik bei großen öffentlichen Veranstaltungen eingesetzt, beispielsweise in Frankenthal, Zweibrücken, Ramstein, Koblenz und Mainz. In der Landeshauptstadt sind Kameras auf dem Dom, dem Schillerplatz und dem Gutenbergplatz sowie auf dem Veranstaltungsgelände installiert.

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Individuelle Verbote und Drohnen-Flugverbotszone

Für die Dauer einiger Veranstaltungen werden in mehreren Städten individuelle Aufenthalts- und Betretungsverbote ausgesprochen. In Trier wird es an Rosenmontag erstmals eine Drohnen-Flugverbotszone geben, wie das Polizeipräsidium mitteilt. Bürgerinnen und Bürger werden fortlaufend über die Social-Media-Kanäle der Polizei Rheinland-Pfalz und die WhatsApp-Kanäle der Polizeipräsidien informiert, um Transparenz und Sicherheit zu gewährleisten.

Tipps der Polizei für Narren und Närrinnen

Die Polizei gibt praktische Ratschläge für Feiernde: Wer kostümiert in der Menge unterwegs ist, sollte den Schutz der eigenen Wertsachen nicht vergessen, da Taschendiebe diese Gelegenheiten ausnutzen könnten. Zudem wird empfohlen, die Heimfahrt im Vorfeld zu planen und zu organisieren, da verstärkte Polizeikontrollen stattfinden werden. Die Polizei appelliert an die Eigenverantwortung der Feiernden und ruft dazu auf, „die närrischen Tage friedlich, fröhlich und rücksichtsvoll miteinander zu feiern“.

Umfassende Einsatzkonzepte in Koblenz und Mainz

In Koblenz begleitet die Polizei die Straßenfastnacht mit einem umfassenden Einsatzkonzept, das in Zusammenarbeit mit Stadt, Ordnungsbehörden, Rettungsdiensten, Feuerwehr, Veranstaltern und weiteren Partnern entwickelt wurde. An erwarteten Besucherschwerpunkten wird die Polizei sichtbar präsent sein und bei Bedarf schnell eingreifen. Der Rosenmontagsumzug in Koblenz setzt auf ein stetig weiterentwickeltes Sicherheitskonzept, das unter anderem seitliche Streckenschutzmaßnahmen und sogenannte Wagenengel umfasst, die die Wagen begleiten.

Kosten und Beteiligung der Stadt

Die Sicherheitsmaßnahmen sind in den vergangenen Jahren moderat aufwendiger und kostspieliger geworden. In diesem Jahr belaufen sich die Kosten auf rund 60.000 Euro, wobei sich auch die Stadt an den Maßnahmen beteiligt. Beim Umzug in Koblenz sind etwa 5.000 Menschen unterwegs, die nach Angaben des Zugmarschalls Olav Kullak sicher begleitet werden. Für kurzfristige Hilfe steht am Rosenmontag von 12.00 bis 20.00 Uhr die „Bunte Anlaufstelle“ in der DRK-Begegnungsstätte in Mainz bereit.

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