Sicherheit an erster Stelle: Polizei und Helfer sorgen für sichere Fastnacht in Rheinland-Pfalz
Sichere Fastnacht in Rheinland-Pfalz: Polizei im Großeinsatz

Großaufgebot für sichere Fastnachtstage in Rheinland-Pfalz

Mehr als 5.000 Polizeibeamte sind während der tollen Tage in Rheinland-Pfalz im Einsatz, um die Straßenfastnacht zu sichern. Unterstützt werden sie von zahlreichen Feuerwehrleuten, Sanitätern und kommunalen Helfern. Der Höhepunkt der Feierlichkeiten ist der Rosenmontagsumzug in Mainz, aber auch in vielen anderen Orten der Region wird ausgelassen gefeiert.

Umfassende Sicherheitsmaßnahmen für ein fröhliches Fest

Um ein sicheres und fröhliches Fest von Altweiberdonnerstag bis Fastnachtsdienstag zu gewährleisten, setzen die Behörden auf ein Bündel von Maßnahmen. Dazu gehören Waffenverbotszonen, ein Glasverbot in Mainz und zahlreiche medizinische Stationen entlang der Zugstrecken. Zudem wurden Aufenthalts- und Betretungsverbote verhängt, allein in Mainz sind es 58. Diese werden von sogenannten Super-Recognizern überwacht, die bereits im Jahr 2025 zwei Personen daran hinderten, trotz Verbot teilzunehmen.

Erhöhte abstrakte Gefährdung trotz fehlender konkreter Hinweise

Den Sicherheitsbehörden liegen zwar keine Erkenntnisse vor, die auf eine konkrete Gefährdung der Fastnachtsveranstaltungen hindeuten. Dennoch ergibt sich aus der aktuellen Sicherheitslage, insbesondere im Kontext des Nahostkonflikts, des Krieges in der Ukraine sowie der Entwicklungen im Iran, eine erhöhte abstrakte Gefährdung. Für jede größere Veranstaltung werden daher Sicherheitskonzepte von Veranstaltern und Kommunen in enger Zusammenarbeit mit der Polizei erarbeitet.

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Sicherheit als zentrales Thema in Mainz

Der Mainzer Carnevals-Club (MCV) rechnet mit mehr als 600.000 Besuchern und etwa 9.250 Teilnehmern des Rosenmontagsumzugs. Sicherheit ist inzwischen ein mit beherrschendes Thema und steht ganz, ganz weit oben auf der Agenda, betont MCV-Präsident Hannsgeorg Schönig. Neben dem Glasverbot an Weiberfastnacht und Rosenmontag an den Feier-Hotspots gelten Waffenverbote auf diesen Plätzen sowie in Bus und Bahn. Die Bundespolizei hat zudem Waffenverbotszonen an den drei Mainzer Bahnhöfen eingerichtet.

Medizinische Versorgung und verstärkte Kontrollen

Für medizinische Probleme sind am Rosenmontag 480 Kräfte im Einsatz, darunter 40 Rettungs- und Krankenwagen. An der 7,5 Kilometer langen Zugstrecke sind neun Unfallhilfsstellen mit Ärzten eingerichtet. Die Feuerwehr rechnet mit rund 400 Patienten, wobei es sich in der Regel um Bagatellfälle handelt. Seit der Corona-Pandemie ist die Zahl der Patienten zurückgegangen.

Die Polizei kündigt verstärkte Kontrollen an, insbesondere im Hinblick auf Alkohol- und Drogenkonsum. Wir wollen keine Spaßverderber sein, sondern ein verlässlicher Partner für sicheres Feiern, erklärt eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Trier. In Trier wird die Polizei an Weiberdonnerstag und Rosenmontag mit zusätzlichen Einsatzkräften präsent sein.

Einsatz von Videotechnik und Drohnenverbotszonen

Videotechnik wird bei großen öffentlichen Veranstaltungen in Städten wie Frankenthal, Zweibrücken, Ramstein, Koblenz und Mainz eingesetzt. In Mainz sind Kameras auf dem Dom, dem Schillerplatz und dem Gutenbergplatz sowie auf dem Veranstaltungsgelände installiert. Zudem werden für die Dauer einiger Veranstaltungen in mehreren Städten individuelle Aufenthalts- und Betretungsverbote ausgesprochen. In Trier wird es an Rosenmontag erstmals eine Drohnen-Flugverbotszone geben.

Tipps der Polizei für Narren und Närrinnen

Die Polizei gibt den Feiernden praktische Ratschläge mit auf den Weg:

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  • Schützen Sie Ihre Wertsachen in der Menge, da Taschendiebe solche Gelegenheiten ausnutzen könnten.
  • Planen und organisieren Sie Ihre Heimfahrt im Vorfeld, da verstärkte Polizeikontrollen zu erwarten sind.
  • Feiern Sie friedlich, fröhlich und rücksichtsvoll, um Aggressionen, Gewalt oder Sachbeschädigungen zu vermeiden.

Umfassende Sicherheitskonzepte in Koblenz

In Koblenz setzt der Rosenmontagsumzug auf ein stetig weiterentwickeltes Sicherheitskonzept. Zugmarschall Olav Kullak, der den Umzug seit 12 Jahren leitet, erklärt, dass die Strecke seitlich geschützt wird, um offene Flanken zu vermeiden, und sogenannte Wagenengel die Wagen begleiten. Die Sicherheitsmaßnahmen sind in den vergangenen Jahren moderat aufwendiger und kostspieliger geworden und belaufen sich in diesem Jahr auf rund 60.000 Euro. Auch die Stadt beteiligt sich an den Maßnahmen, um die etwa 5.000 Teilnehmer sicher zu begleiten.

Die Polizei appelliert an die Eigenverantwortung der Feiernden und betont, dass aggressives Verhalten konsequent verfolgt wird. Bürgerinnen und Bürger werden fortlaufend über die Social-Media-Kanäle der Polizei Rheinland-Pfalz und die WhatsApp-Kanäle der Polizeipräsidien informiert.