Stammzellspende aus dem Saalekreis: Marie Hiemisch rettet australischen Teenager
Stammzellspende aus Saalekreis rettet Australier

Wäre Marie Hiemisch mit 17 nicht so neugierig gewesen, könnte ein Teenager in Australien heute nicht Rugby spielen. Die heute 26 Jahre alte Krankenschwester aus Ziegelroda und ein 18-jähriger Australier teilen seit drei Jahren eine gemeinsame Geschichte – und dieselbe Blutgruppe.

Von der Registrierung zur Rettung

Alles begann, als Marie Hiemisch sich als Jugendliche bei einer Typisierungsaktion als Stammzellspenderin registrieren ließ. Jahre später, im Jahr 2023, erhielt sie die Nachricht, dass ihre Stammzellen mit einem schwer kranken Jungen aus Australien übereinstimmten. Ohne Zögern willigte sie ein, Knochenmark zu spenden. Die Entnahme fand in einer Klinik statt, und die Stammzellen wurden nach Australien geflogen, wo sie dem damals 15-jährigen Angus transplantiert wurden. Die Spende war erfolgreich: Angus erholte sich und kann heute wieder aktiv Rugby spielen.

Emotionales Treffen in Deutschland

Vor Kurzem kam es zu einem ersten persönlichen Treffen zwischen der Spenderin und dem Empfänger. Angus reiste gemeinsam mit seiner Familie aus Adelaide nach Deutschland. In Ziegelroda trafen sich beide mit ihren Familien und Freunden. Die Begegnung war von großer Dankbarkeit und Freude geprägt. Marie Hiemisch betonte, wie glücklich sie sei, dass ihre Spende einem jungen Menschen ein neues Leben ermöglicht habe. Angus und seine Familie bedankten sich herzlich für die selbstlose Tat.

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Bedeutung der Stammzellspende

Die Geschichte von Marie und Angus zeigt, wie wichtig die Registrierung als Stammzellspender ist. Weltweit warten tausende Patienten auf eine passende Spende. Oft sind es junge Menschen wie Marie, die durch ihre Bereitschaft Leben retten können. Die Typisierungsaktionen, bei denen potenzielle Spender erfasst werden, sind daher von unschätzbarem Wert. Marie Hiemischs Beispiel motiviert hoffentlich viele weitere Menschen, sich registrieren zu lassen.

Die Krankenschwester aus Ziegelroda hat nicht nur einem Teenager das Leben gerettet, sondern auch eine tiefe Verbindung zwischen zwei Familien auf verschiedenen Kontinenten geschaffen. Ihre Geschichte unterstreicht die Kraft der Menschlichkeit und die globale Solidarität, die durch Stammzellspenden möglich wird.

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