Durchziehschärfer im Test: Messer schnell und günstig schärfen
Durchziehschärfer im Test: Messer schnell schärfen

Durchziehschärfer im Test: Messer schnell und günstig schärfen

Elektrische Messerschleifer sind oft teuer, manuelle Modelle erfordern Geduld und Fingerspitzengefühl. Doch für viele Haushaltsmesser reichen sogenannte Durchziehschärfer, bei denen die Klinge mehrmals durch verschiedene Schleifmittel gezogen wird. Unser Test zeigt: Trotz günstiger Preise liefern diese Geräte erstaunlich gute Ergebnisse.

Wir haben vier Modelle getestet: Zwilling V-Edge (UVP 54,95 Euro), Lantana Smart Sharp (ab 19 Euro), Rösle Messerschärfer (UVP 17,95 Euro) und Dick Magneto Steel HyperDrill II (UVP 118,40 Euro).

Zwilling V-Edge: Flexibel und effektiv

Der V-Edge von Zwilling arbeitet mit zwei V-förmig angeordneten Keramik-Schleifsteinen, die in verschiedenen Körnungen erhältlich sind. Das Gerät ist mit 21 cm Höhe und 20 cm Breite recht groß, muss aber beim Schleifen mit einer Hand fixiert werden. Die Bedienung ist simpel: Klinge am Griffende einführen, mit leichtem Druck die gefederten Steine auseinanderdrücken und die Klinge durchziehen. Bereits 10 bis 15 Züge reichen für eine brauchbare Alltagsschärfe. Ein besonderes Merkmal ist der umstellbare Schleifwinkel: Standardmäßig 20 Grad für europäische Messer, aber mit mitgelieferten Adaptern auf 15 Grad für japanische Klingen umrüstbar. Die quadratischen Schleifstäbe sind verschleißfest und nachkaufbar (ca. 10 Euro pro Stück). Allerdings besteht das Gehäuse aus empfindlichem ABS-Kunststoff, der schnell Kratzer abbekommt. Trotzdem ist der V-Edge einer der besten Durchziehschärfer auf dem Markt, ideal für alle, die ihre Messer mehrmals wöchentlich auf hohe Schärfe bringen wollen.

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Lantana Smart Sharp: Preis-Leistungs-Sieger

Der Lantana Smart Sharp ist einer der meistverkauften Durchziehschleifer, dank gutem Preis-Leistungs-Verhältnis und schubladentauglicher Bauweise. Er eignet sich für Rechts- und Linkshänder und auch für Wellenschliff. Drei V-förmige Schleifmittel im 20-Grad-Winkel stehen bereit: Diamant für den Erstschliff, Wolframkarbid für den Hauptschliff und Keramik zum Polieren. Das System stößt bei stark beschädigten Klingen an Grenzen, aber für den Alltag reicht es völlig. Der Schleifkopf ist abnehmbar und als Ersatzteil erhältlich. Extrem scharfe Rasierklingen sind nicht machbar, aber für ordentliche Alltagsschärfe ist der Lantana ideal.

Rösle Messerschärfer: Günstig, aber mit Tücken

Der Rösle Messerschärfer ähnelt dem Lantana optisch, hat aber eine vertauschte Reihenfolge der Schleifmittel: Links Wolframkarbid, Mitte Diamant, rechts Keramik. Die Bedienungsanleitung empfiehlt fälschlicherweise die Reihenfolge 1-2-3, was teure Messer ruinieren kann. Wer die richtige Reihenfolge (2-1-3) beachtet, erhält jedoch gute Ergebnisse. Der Rösle ist günstiger als der Lantana, aber das Design ist weniger durchdacht. Auch der baugleiche Schärfer von Steffen Henssler ist teurer und hinterlässt schwarze Streifen auf Arbeitsplatten.

Dick Magneto Steel HyperDrill II: Profi-Werkzeug für Enthusiasten

Der HyperDrill von Dick ist kein klassischer Schärfer, sondern ein Abzieher für bereits geschärfte Messer. Er wurde für den professionellen Einsatz in Fleischbetrieben optimiert. Die Bedienung ist einfach, die Klingenführung sicher, und die nahezu verschleißfreien Feinzug-Schleifstäbe (nachkaufbar für 22 Euro) sorgen für den Erhalt von Nerd-Schärfe. Integrierte Magnete ermöglichen winkelgenaues Abziehen, egal ob europäische oder japanische Klingen. Für den Haushalt ist der Preis von rund 100 Euro hoch, aber wer Freude an messerscharfen Klingen hat, wird ihn lieben.

Fazit

Durchziehschärfer sind eine praktische und günstige Lösung für den Alltag. Der Zwilling V-Edge bietet die größte Flexibilität, der Lantana das beste Preis-Leistungs-Verhältnis, und der Dick HyperDrill ist für Enthusiasten geeignet. Der Rösle ist eine günstige Alternative, erfordert aber Aufmerksamkeit.

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