Ein Wochenende voller Ton und Tradition: Der Tag der offenen Töpferei in Sachsen-Anhalt
Am 14. und 15. März 2026 verwandelt sich Sachsen-Anhalt in ein Paradies für Keramik-Enthusiasten. 24 Keramiker und Keramikerinnen öffnen an diesem Wochenende die Türen ihrer Ateliers und Werkstätten und laden zum Staunen, Lernen und Mitmachen ein. Von Halle über Magdeburg bis in die ländlichen Regionen erstreckt sich dieses besondere Ereignis, das Einblicke in ein uraltes Handwerk gewährt.
Handwerk live erleben: Von der Drehscheibe bis zur Glasur
Jeweils von 10 bis 18 Uhr haben Besucher die Gelegenheit, den Meistern ihres Fachs über die Schulter zu schauen. In vielen Werkstätten ist es sogar möglich, selbst einmal an der Drehscheibe zu sitzen und den Ton in die eigenen Hände zu nehmen. So bietet beispielsweise Silke Becker in Molmerswende im Landkreis Mansfeld-Südharz praktische Töpferkurse an, bei denen Gäste ihre Kreativität ausleben können.
Für die jüngeren Besucher hat Keramikerin Sabine Winkler in Lössen im Saalekreis spezielle Töpferangebote für Kinder vorbereitet. Wer sich mehr für die kunstvolle Gestaltung der fertigen Stücke interessiert, sollte einen Besuch in der Keramikwerkstatt Doster in Zahna einplanen. Dort demonstriert Anja Engler die faszinierende Technik der Unterglasurmalerei.
Ein landesweites Angebot mit regionalen Köstlichkeiten
Die teilnehmenden Werkstätten verteilen sich über das gesamte Bundesland und bieten neben handwerklichen Vorführungen oft auch kulinarische Genüsse. Viele Keramiker servieren hausgemachten Kuchen, frisch gebackenes Brot oder regionale Snacks, was den Besuch zu einem rundum angenehmen Erlebnis macht.
- In der Keramikwerkstatt Anke Schwaneberg in Aken/Elbe erwarten die Gäste Werkstattführungen sowie Getränke und Snacks.
- Die Töpferei Hartmut Ehrhardt in Blankenheim bietet neben Töpfereibesichtigungen und Drehscheibenvorführungen Kaffee und Kuchen an.
- In Halle laden mehrere Ateliers wie die Keramikwerkstatt Anne Viecenz oder die Töpferei Christa Buchmann zu Werkstattführungen und gemütlichen Gesprächen bei Kaffee und Kuchen ein.
Exklusive Sammelschalen: Ein besonderes Highlight
Ein besonderes Augenmerk liegt in diesem Jahr auf den extra für den Tag der offenen Töpferei entworfenen Schalen. Diese Unikate werden jedes Jahr neu gestaltet und sind mit einem speziellen Stempel signiert, der sie als Sammlerstücke auszeichnet. Töpferin Susanne Schröder erklärte im vergangenen Jahr: "Diese Stücke unterscheiden sich in Formenvielfalt und Dekorationen jedes Jahr aufs Neue und sollen zum Sammeln anregen."
In Sachsen-Anhalt sind diese besonderen Schalen an mehreren Standorten zu finden:
- Im Töpfergarten von Birgit Bremer in Hötensleben im Landkreis Börde
- Bei Susanne Schröder im Wettiner Ortsteil Dobis im Saalekreis
- In Anne Viecenz' Keramikwerkstatt in Halle
- In der Töpferei Kröner im Bad Bibraer Ortsteil Altenroda im Burgenlandkreis
- Im Atelier von Christoph Schulz im Querfurter Ortsteil Pretitz im Saalekreis
Ein bundesweites Ereignis mit regionaler Note
Der Tag der offenen Töpferei ist eine deutschlandweite Initiative, an der sich in diesem Jahr insgesamt 518 Keramiker und Keramikerinnen beteiligen. Sachsen-Anhalt ist mit seinen 24 teilnehmenden Werkstätten ein bedeutender Teil dieser Veranstaltung, die das traditionelle Handwerk einer breiten Öffentlichkeit zugänglich macht. Ob als Familienausflug, kulturelle Entdeckungstour oder Inspiration für eigene kreative Projekte – dieses Wochenende bietet für jeden etwas.
Die Vielfalt der Angebote reicht von einfachen Werkstattbesichtigungen über aktive Mitmachaktionen bis hin zu fachkundigen Erklärungen zu speziellen Techniken wie dem Holzbrand oder dem Betrieb von Holzfeueröfen. Ein Besuch lohnt sich nicht nur für passionierte Sammler, sondern für alle, die die Faszination des Töpferhandwerks einmal hautnah erleben möchten.



