Früherer sächsischer Regierungssprecher Michael Sagurna im Alter von 70 Jahren verstorben
Ex-Regierungssprecher Michael Sagurna ist tot

Früherer sächsischer Regierungssprecher Michael Sagurna im Alter von 70 Jahren verstorben

Der ehemalige sächsische Regierungssprecher Michael Sagurna ist tot. Er starb am Montag im Alter von 70 Jahren, wie seine Familie in einer offiziellen Erklärung mitteilte. Zuvor hatte bereits die „Bild“-Zeitung über den Tod des langjährigen CDU-Politikers berichtet. In der Familienmitteilung hieß es: „In den letzten Jahren hat er eine schwere Erkrankung still und würdevoll getragen – mit einer Haltung, die uns täglich Vorbild war.“

Enger Vertrauter von Ministerpräsident Kurt Biedenkopf

Michael Sagurna galt als einer der engsten Weggefährten des ersten sächsischen Ministerpräsidenten nach der Wende, Kurt Biedenkopf (1930-2021). Der aus Paderborn stammende Sagurna hatte in Göttingen und Bonn Kommunikationswissenschaften sowie Jura studiert und zunächst als Journalist gearbeitet. Im Jahr 1991 holte ihn Biedenkopf als Regierungssprecher nach Dresden, wo er sich schnell zu einem wichtigen Berater des Ministerpräsidenten entwickelte.

Zentrale Rolle in der sächsischen Politik über Jahrzehnte

Nach dem Rücktritt Biedenkopfs im April 2002 spielte Sagurna noch einmal eine kurze, aber zentrale Rolle in der sächsischen Landesregierung. Der damalige Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) berief ihn im Herbst 2007 zum Chef der Sächsischen Staatskanzlei. Bereits 2005 war Sagurna vorübergehend auch als möglicher Regierungssprecher unter Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Gespräch gewesen.

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Wechsel in die Medienaufsicht und spätere Jahre

Später wechselte Michael Sagurna in die Medienaufsicht. Von 2013 bis 2019 amtierte er als Präsident des Medienrates der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und Neue Medien (SLM). In dieser Position prägte er maßgeblich die Medienlandschaft in Sachsen. Seine Karriere umfasste somit mehrere Jahrzehnte des politischen und medialen Einflusses im Freistaat.

Die Nachricht von seinem Tod löste in politischen Kreisen Sachsens und darüber hinaus große Betroffenheit aus. Viele Weggefährten würdigten ihn als kompetenten, loyalen und besonnenen Politiker, der die Entwicklung des Landes nach der Wiedervereinigung entscheidend mitgestaltet hat.

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