Schröders Derby-Appell: Pfiffe gegen Reitz sind Pfiffe gegen Borussia Mönchengladbach
Schröder: Pfiffe gegen Reitz sind gegen Gladbach

Schröders klare Botschaft vor dem Kölner Derby

Seit der bevorstehende Wechsel von Kapitän Rocco Reitz (23) zu RB Leipzig bekannt wurde, herrscht unter den Fans des VfL Borussia Mönchengladbach eine hitzige Debatte über den richtigen Umgang mit dem Mittelfeldspieler. Sportdirektor Rouven Schröder (50) hat dazu nun eine unmissverständliche Position bezogen und appelliert an die Vernunft der Anhänger.

Drei Lager bei den Ultras

Wie berichtet wird, gibt es unter den Ultras und anderen treuen Borussen-Fans drei unterschiedliche Strömungen. Ein Teil möchte Reitz mit Liebesentzug bestrafen, da der Wechsel zu RB Leipzig aus ihrer Sicht zu einem "seelenlosen Kunstprodukt" erfolgt. Andere wollen ihn weiter feiern, weil er stets alles für den VfL gegeben hat und mit einer Ablösesumme von 20 Millionen Euro die klammen Kassen des Vereins füllt. Eine dritte Gruppe fordert sogar, den Spieler auszupfeifen - doch für diese Haltung hat Schröder überhaupt kein Verständnis.

Der Manager erklärte auf Nachfrage: "Ich bin mir sicher, dass unsere Fans da sehr feinfühlig sind und uns gerade in Köln einfach nur gnadenlos unterstützen werden. Rocco wird uns auch weiter anführen und alles dafür tun, dass Gladbach die Klasse hält. Er bleibt bis zum letzten Spieltag ein extrem wichtiger Bestandteil des Teams und hat noch lange nicht mit Borussia abgeschlossen."

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Pfiffe als Angriff auf den eigenen Verein

Schröder machte seine Position glasklar: "Pfiffe gegen einen Spieler von uns sind auch Pfiffe gegen den eigenen Verein. Deshalb glaube ich nicht, dass das in diesem unfassbar wichtigen Spiel der Fall sein wird." Das Derby am Samstag in Köln (15:30 Uhr, Sky) ist für den abstiegsbedrohten VfL von entscheidender Bedeutung im Kampf um den Klassenerhalt.

Polanski verweist auf Rekord-Ablöse

Auch Eugen Polanski (39), der als Nachwuchskoordinator beim VfL tätig ist, appellierte an die Vernunft der Anhänger und nahm Reitz in Schutz: "Es wird immer Spieler geben, die woanders hingehen - aber der Verein ist das, was bleibt. Wir bekommen für Rocco jetzt die höchste Summe, die es hier jemals für einen selbst ausgebildeten Profi gegeben hat."

Polanski betonte weiter: "Das ist einfach nur ein Riesenkompliment für alle Trainer, die er hier hatte, für die Physios, den ganzen Staff, die Fahrdienste. Ich freue mich auf jedes weitere Spiel mit Rocco und erlebe ihn total fokussiert auf das, was er mit uns noch erreichen will." Das primäre Ziel bleibt der Verbleib in der Bundesliga, möglichst schon vor dem letzten Saisonspiel gegen die TSG Hoffenheim.

Die Diskussion um den richtigen Umgang mit Wechselkandidaten zeigt einmal mehr die emotionale Verbindung zwischen Verein und Fans. Während die finanziellen Aspekte des Transfers für den VfL überlebenswichtig sind, kämpfen die Anhänger mit der emotionalen Seite des Abschieds eines Heimspielers. Schröders Appell zielt darauf ab, die Einheit der Borussia-Familie in dieser schwierigen Phase zu bewahren.

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