Sachsen: Frauenanteil in Behördenleitungen steigt auf über 50 Prozent
Sachsen: Frauenanteil in Behördenleitungen über 50%

Frauen übernehmen mehr Führungspositionen in Sachsens Behörden

Im Jahr 2024 hatten Frauen deutlich häufiger das Sagen oder ein Wort mitzureden an den Spitzen von sächsischen Behörden als noch ein Jahrzehnt zuvor. Die aktuellen Daten des Statistischen Landesamts zeigen eine positive Entwicklung in der Geschlechterverteilung bei Führungskräften im öffentlichen Dienst.

Statistiken belegen steigenden Frauenanteil in Leitungspositionen

Zum Stichtag 30. Juni 2024 waren 50,4 Prozent der insgesamt 5.150 Beschäftigten mit obersten Leitungsfunktionen in Sachsen weiblich. Diese Frauen bekleideten Positionen als Behördenleiterinnen, deren Stellvertreterinnen oder als Abteilungsleiterinnen. Im Vergleich zum Jahr 2014, als der Anteil noch bei 44,9 Prozent lag, bedeutet dies einen deutlichen Anstieg um 5,5 Prozentpunkte.

Auch in den nachfolgenden Leitungspositionen – etwa als Chefinnen von Referaten, von Sachgebieten und als Referentinnen – nahm der Frauenanteil zu: Er stieg im Vergleich zu 2014 um 0,6 Prozentpunkte auf 66,9 Prozent an. Diese Zahlen verdeutlichen einen kontinuierlichen Trend hin zu mehr weiblicher Führungskraft in der sächsischen Verwaltung.

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Gesamtzahl der Frauen im öffentlichen Dienst leicht rückläufig

Während der Anteil von Frauen in Führungspositionen zunimmt, zeigt sich bei der Gesamtzahl der im öffentlichen Dienst Sachsens arbeitenden Frauen ein leichtes Minus. Von den insgesamt 215.155 Beschäftigten zum Stichtag waren 63,7 Prozent Frauen. Zehn Jahre zuvor lag dieser Wert noch bei 65,5 Prozent, was einem Rückgang von 1,8 Prozentpunkten entspricht.

Neues Gleichstellungsgesetz soll Frauenförderung stärken

Seit Anfang 2024 ist das sächsische Gleichstellungsgesetz in Kraft getreten, das darauf abzielt, die gesetzliche Frauenförderung im öffentlichen Dienst zu modernisieren und verbindlicher zu gestalten. Laut Sozialministerium ist dieses Gesetz vor dem Hintergrund zu sehen, dass zwar gut 50 Prozent Frauen in den obersten Leitungspositionen der Behörden vertreten sind, es sich dabei aber vor allem um Stellen im Bereich Schule handelt. In anderen Bereichen seien Frauen nach wie vor unterrepräsentiert.

Das Gesetz soll dazu beitragen, diese Ungleichgewichte auszugleichen und eine breitere Verteilung von Frauen in Führungspositionen über verschiedene Ressorts hinweg zu erreichen. Die aktuellen Statistiken zeigen, dass erste Erfolge sichtbar werden, aber weiterhin Handlungsbedarf besteht, um eine vollständige Gleichstellung in allen Bereichen des öffentlichen Dienstes zu erreichen.

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