Luftrettung in Thüringen: ADAC-Hubschubschrauber verzeichnet deutlichen Anstieg der Einsätze
Die ADAC-Luftrettung in Thüringen hat im vergangenen Jahr einen signifikanten Anstieg ihrer Einsätze verzeichnet. Der am Flugplatz Jena-Schöngleina stationierte Rettungshubschrauber mit dem Rufnamen „Christoph 70“ absolvierte im Jahr 2025 insgesamt 1.089 Einsätze. Dies entspricht einer Steigerung von etwa zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahr, als 976 Flüge durchgeführt wurden.
Einsatzgründe und regionale Reichweite
Die Hauptursachen für die Alarmierungen des Luftrettungsteams waren:
- Unfälle mit einem Anteil von 34 Prozent aller Einsätze
- Herz-Kreislauf-Notfälle wie Herzinfarkte, die etwa jeden vierten Einsatz ausmachten
Der Hubschrauber operiert mit einem Einsatzradius von rund 70 Kilometern. Dadurch leistet er nicht nur im Freistaat Thüringen schnelle Hilfe, sondern auch in den angrenzenden Bundesländern:
- Sachsen-Anhalt
- Sachsen
- Bayern
- Hessen
Bundesweite Luftrettungsaktivitäten und weitere Anbieter in Thüringen
Die gemeinnützige ADAC-Luftrettung betreibt deutschlandweit mehr als 30 Stationen. Von diesen Standorten aus wurden im Jahr 2025 nahezu 49.000 Einsätze geflogen. Neben dem ADAC ist in Thüringen auch die DRF Luftrettung aktiv, die Standorte in Bad Berka, Suhl und Nordhausen unterhält.
Die Luftrettung stellt im Ernstfall eine unverzichtbare Säule der Notfallversorgung dar, insbesondere in ländlichen Gebieten oder bei schwer zugänglichen Unfallorten. Die gestiegene Einsatzanzahl des „Christoph 70“ unterstreicht die wachsende Bedeutung dieser schnellen Hilfe aus der Luft für die Region Thüringen und ihre Nachbargebiete.



