Thüringer Hotline für bedrohte Politiker: Kein einziger Anruf im Jahr 2025
Hotline für Politiker in Thüringen blieb 2025 ungenutzt

Thüringer Hotline für bedrohte Politiker: Kein einziger Anruf im Jahr 2025

Eine spezielle Telefonhotline, die politisch aktiven Personen in Thüringen bei Bedrohungen oder Einschüchterungsversuchen zur Verfügung steht, ist im vergangenen Jahr überhaupt nicht genutzt worden. Das geht aus einer Antwort des Thüringer Innenministeriums auf eine parlamentarische Anfrage hervor.

Hotline bleibt trotz Ausweitung ungenutzt

Die Hotline wurde ursprünglich im Jahr 2019 eingerichtet und stand zunächst nur kommunalen Amts- und Mandatsträgern zur Verfügung. Seit 2023 können sich auch Landtagsabgeordnete im Bedarfsfall an diese Nummer wenden. Wer die Hotline anruft, wird direkt mit der Landespolizeidirektion verbunden, die dann umgehend reagieren soll.

„Im Jahr 2025 gab es keinen Anruf bei der Hotline“, heißt es in der offiziellen Stellungnahme des Innenministeriums. Diese Antwort wurde auf eine Anfrage des AfD-Innenpolitikers Ringo Mühlmann im Thüringer Landtag gegeben.

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Historisch geringe Nutzung des Angebots

Bereits in den vergangenen Jahren war die Hotline nur äußerst selten in Anspruch genommen worden. Nach Angaben des Innenministeriums gingen zwischen der Einrichtung im Jahr 2019 und dem Frühjahr 2023 insgesamt nur sieben Anrufe bei der speziellen Telefonnummer ein.

Die Landesregierung betont jedoch, dass es sich bei dem Kontakttelefon nicht nur um ein praktisches Hilfsangebot handelt, sondern auch um ein wichtiges Signal. „Mit dem Kontakttelefon will die Landesregierung auch das Signal senden, dass sie den Schutz von Menschen ernst nimmt, die sich politisch engagieren“, erklärt das Ministerium.

Bekanntheitsgrad soll ausreichend sein

Das Innenministerium hatte die Telefonnummer nach eigenen Angaben breitgefächert bekannt gemacht, unter anderem über:

  • Den Thüringischen Landkreistag
  • Den Gemeinde- und Städtebund Thüringen
  • Verschiedene andere Informationskanäle

Die Landesregierung geht davon aus, dass die Nummer unter den potenziellen Nutzern hinreichend bekannt ist. In der Antwort auf die Landtagsanfrage heißt es deutlich: „Es gebe keine Notwendigkeit, sie erneut bekanntzugeben“.

Die Hotline bleibt damit weiterhin aktiv, auch wenn sie aktuell nicht genutzt wird. Sie steht allen kommunalen Amts- und Mandatsträgern sowie Landtagsabgeordneten in Thüringen zur Verfügung, die sich bedroht oder eingeschüchtert fühlen.

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