Thüringens Innenminister fordert Registrierung gestrandeter Bürger im Nahen Osten
Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) hat einen dringenden Appell an Thüringer Bürger gerichtet, die aufgrund des anhaltenden Iran-Krieges im Ausland gestrandet sind. In einer aktuellen Stellungnahme forderte Maier die Betroffenen auf, sich umgehend beim Auswärtigen Amt zu melden, um für mögliche Rückholaktionen erfasst zu werden.
Registrierung als Grundvoraussetzung für Hilfe
„Ich würde alle, die sich in der Region aufhalten, nachdrücklich bitten, sich zu registrieren“, erklärte der Innenminister. „Es gibt entsprechende Online-Möglichkeiten, sich beim Auswärtigen Amt zu melden.“ Diese Registrierung sei nicht nur für einen Überblick über die Lage essenziell, sondern vor allem dann, wenn konkrete Maßnahmen zur Rückholung der Bürger geplant würden.
Die Thüringer Staatskanzlei unterstützt diesen Aufruf und verwies auf die Krisenvorsorgeliste „Elefand“ des Auswärtigen Amtes. „Nur registrierte Personen können direkt und zeitnah wichtige Informationen zur Sicherheitslage oder zu möglichen Ausreiseoptionen erhalten“, teilte die Behörde mit. Aktuell betreue das Auswärtige Amt mehrere Tausend hilfsbedürftige deutsche Staatsangehörige in der vom Krieg betroffenen Region.
Unklare Zahl betroffener Thüringer
Wie viele Thüringerinnen und Thüringer genau aufgrund der kriegerischen Auseinandersetzungen derzeit im Ausland festsitzen, ist noch nicht bekannt. Die Landesregierung betont jedoch, dass eine schnelle Registrierung in der Krisenvorsorgeliste die einzige Möglichkeit sei, um im Ernstfall effektiv helfen zu können.
Die Situation im Nahen Osten bleibt angespannt, und die deutsche Regierung bereitet sich auf verschiedene Szenarien vor. Die Eintragung in „Elefand“ stellt dabei einen zentralen Schritt dar, um die Sicherheit und mögliche Evakuierung deutscher Staatsbürger zu gewährleisten. Maier unterstrich, dass diese Maßnahme insbesondere für Thüringer Bürger von großer Bedeutung sei, die sich aktuell in unsicheren Gebieten aufhalten.



