Thüringer AfD-Fraktion: Keine Überkreuz-Einstellungen von Verwandten in Landtagsbüros
Thüringer AfD: Keine Verwandten in Landtagsfraktion eingestellt

Thüringer AfD-Fraktion: Keine Verwandten in Landtagsbüros eingestellt

Nach Angaben des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der AfD im Thüringer Landtag, Daniel Haseloff, gibt es in der dortigen Fraktion keine Überkreuz-Einstellungen von Verwandten der Abgeordneten. Dies steht im Kontrast zu bekannten Fällen in anderen Bundesländern, wo solche Beschäftigungsverhältnisse für Diskussionen sorgten.

Klare Abgrenzung zu anderen Landesverbänden

Haseloff äußerte sich deutlich zu diesem Thema: „Das werden Sie bei uns nicht finden, davon bin ich überzeugt.“ Er räumte jedoch ein, dass er keinen vollständigen Überblick über die Mitarbeiter in den Wahlkreisbüros der einzelnen Abgeordneten habe. In anderen AfD-Landesverbänden, wie etwa in Sachsen-Anhalt oder Rheinland-Pfalz, waren in der Vergangenheit Fälle bekannt geworden, in denen Familienangehörige von Politikern bei anderen Abgeordneten angestellt wurden.

Kritik an Praktiken in anderen Bundesländern

Der Thüringer AfD-Politiker zeigte sich teilweise kritisch gegenüber solchen Überkreuz-Einstellungen: „Sicherlich gibt es mittlerweile Verstrickungen in anderen Landesverbänden, die moralisch zu hinterfragen sind.“ Gleichzeitig verwies er auf die besonderen Herausforderungen für seine Partei bei der Personalsuche. Durch die soziale Ächtung der AfD sei es schwierig, genügend qualifiziertes Personal zu finden, da viele potenzielle Mitarbeiter befürchteten, dass spätere Anschlussanstellungen problematisch werden könnten.

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Hintergrund der Debatte

Die Diskussion um Überkreuz-Beschäftigungen gewann zuletzt an Bedeutung, nachdem bekannt wurde, dass die AfD-Fraktion in Rheinland-Pfalz seit einem Jahrzehnt die Verwandte eines Abgeordneten als Mitarbeiterin beschäftigt. In Sachsen-Anhalt, wo im September ein neuer Landtag gewählt wird, hatten ähnliche Fälle bereits für Aufsehen gesorgt. Die Thüringer AfD-Fraktion positioniert sich mit Haseloffs Aussagen bewusst als Ausnahme in dieser bundesweiten Debatte.

Haseloff betonte abschließend die Transparenz in seinem eigenen Landesverband, während er gleichzeitig die strukturellen Schwierigkeiten der Partei im Umgang mit dem Arbeitsmarkt ansprach. Diese Aussagen fallen in eine Zeit, in der die Personalpolitik der AfD auf Landes- und Bundesebene zunehmend unter Beobachtung steht.

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