42 Grad Fieber: Nationalspielerin erlebt Fehlgeburt und Sepsis
42 Grad Fieber: Nationalspielerin erlebt Fehlgeburt

Die englische Fußballnationalspielerin Missy Bo Kearns hat in einem emotionalen Interview eine Fehlgeburt öffentlich gemacht. Die 25-jährige Mittelfeldspielerin von Aston Villa erlebte nach eigenen Angaben im Krankenhaus „vier Tage in der Hölle“. Sie und ihr Partner Liam Walsh, der bei Luton Town unter Vertrag steht, hatten die Schwangerschaft am 1. März bekannt gegeben, verloren das Baby jedoch wenige Wochen später.

Plötzlicher Schock auf dem Trainingsgelände

Kearns berichtete dem Sender ITV News, dass sie sich am 18. März auf dem Trainingsgelände von Aston Villa unwohl fühlte und die Teamärztin aufsuchte. „Ich hatte 42 Grad Fieber und zitterte am ganzen Körper. Wir fuhren ins Krankenhaus, und dort erfuhren wir sofort, dass wir das Baby verloren hatten und ich eine Sepsis entwickelt hatte. Es war ein Schock. Mein ganzes Leben veränderte sich von einem Moment auf den anderen“, schilderte die Spielerin.

Teamärztin handelte lebensrettend

Kearns zeigte sich dankbar für den Rat der Teamärztin Jodie Blackadder-Weinstein, sofort ein Krankenhaus aufzusuchen. „Wir mussten drei, vier Tage lang die Hölle im Krankenhaus in Birmingham durchmachen. Ich glaube, wir haben erst jetzt richtig verstanden, was wir alles durchgemacht haben“, sagte sie. „Ich bin den Ärzten hier bei Villa so dankbar, denn wäre ich an dem Tag zu Hause gewesen und hätte meine Mutter angerufen und gesagt: 'Ich habe ein paar grippeähnliche Symptome', hätten wahrscheinlich alle nur gesagt: 'Schlaf dich aus' oder so.“

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Die Teamärztin habe sie gedrängt, ins Krankenhaus zu gehen. „Sie haben mir wahrscheinlich das Leben gerettet“, betonte Kearns. Sie hatte das Trainingsgelände von Villa besucht, um ihre Teamkolleginnen zu sehen und an ihrer Fitness zu arbeiten. Mit dem psychischen Trauma kämpfe sie noch immer.

Zukunft: WM in Brasilien als großes Ziel

Kearns, die ihre Karriere bei Liverpool begann und 2024 zu Aston Villa wechselte, rechnet nicht damit, vor der nächsten Saison wieder spielen zu können. Ihr Ziel bleibe jedoch, im kommenden Jahr in Brasilien im WM-Kader zu stehen. Für die englische Nationalmannschaft war sie bisher dreimal aufgelaufen.

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