Alba Berlin vollführt spektakuläres Comeback gegen Rostock Seawolves
Nur zwei Tage nach der enttäuschenden Champions-League-Niederlage gegen AEK Athen stand Alba Berlin in der Basketball-Bundesliga erneut vor einer bitteren Heimniederlage. Doch die Berliner zeigten enormen Willen und drehten ein 21-Punkte-Defizit gegen die Rostock Seawolves. Vor 7.749 Zuschauern in der heimischen Halle sicherten sie sich am Ende einen knappen 89:85 (39:56)-Sieg und behaupteten damit den zweiten Tabellenplatz.
Schlechter Start und deutlicher Rückstand für die Hauptstädter
Von Beginn an dominierten die Gäste aus Rostock das Spielgeschehen. Die Seawolves starteten hellwach und trafen ihre ersten drei Dreipunktwürfe souverän. Alba Berlin wirkte dagegen müde und abgekämpft, was sich besonders im Rebound deutlich zeigte. Die Berliner hatten meist das Nachsehen und ermöglichten den Rostockern so immer wieder neue Wurfchancen.
Schon nach sechseinhalb Minuten war der Rückstand zweistellig (12:23), und die Situation verschärfte sich im zweiten Viertel weiter. Alba lief oft nur hinterher und bot in der Defensive wenig Widerstand. Gleichzeitig taten sich die Berliner offensiv schwer, gute Wurfpositionen zu erarbeiten. Der Rückstand wuchs auf bis zu 19 Punkte an (32:51), und eine deutliche Niederlage schien unvermeidlich.
Umschwung nach der Pause: Delow führt die Aufholjagd an
Nach dem Seitenwechsel kehrte Alba Berlin mit deutlich mehr Energie und Intensität auf das Parkett zurück. Angetrieben von Nationalspieler Malte Delow starteten die Hauptstädter eine beeindruckende Aufholjagd. Punkt für Punkt arbeiteten sie sich an die Rostocker heran, bis sie knapp vier Minuten vor Spielende zum 79:79 ausgleichen konnten.
96 Sekunden vor dem Schlusspfiff gingen die Berliner dann sogar erstmals in der Partie in Führung (85:83). Diese knappe Führung brachten sie über die Zeit und sicherten sich so einen hart erkämpften Sieg. Delow war mit 27 Punkten der überragende Spieler des Abends, unterstützt von Norris Agbakoko mit 18 Punkten.
Bedeutung des Sieges für die Bundesliga-Tabelle
Der Sieg gegen die Rostock Seawolves ist für Alba Berlin von großer Bedeutung. Nicht nur vermieden die Berliner eine weitere Heimniederlage nach der Champions-League-Pleite, sondern sie festigten auch ihre Position als Tabellenzweiter in der Basketball-Bundesliga. Die Mannschaft bewies damit mentale Stärke und die Fähigkeit, auch aus schwierigen Situationen zurückzukommen.
Die Rostock Seawolves hingegen müssen die verpasste Chance bedauern, obwohl sie über weite Strecken das Spiel kontrollierten. Ihr starker Start und die frühe Führung reichten am Ende nicht aus, um den Sieg nach Mecklenburg-Vorpommern mitzunehmen.



