Grandiose Wende: Alba Berlin dreht Spiel gegen Rostock Seawolves
Was für eine dramatische Partie in der Basketball-Bundesliga! Die Rostock Seawolves lieferten am Freitagabend in der Berliner Uber Arena über weite Strecken eine überragende Leistung ab, mussten sich am Ende jedoch einer spektakulären Aufholjagd der Alba Berlin geschlagen geben. Nach einer deutlichen Halbzeitführung von 56:39 kassierten die Hanseaten noch eine 89:85-Niederlage.
Berliner Startschwierigkeiten und Rostocks starke erste Hälfte
Beide Mannschaften traten nicht gerade mit überbordendem Selbstvertrauen in die Begegnung. Die Seawolves kamen mit einer frischen 73:78-Heimniederlage gegen Chemnitz nach Berlin, während die Albatrosse innerhalb weniger Tage zwei schmerzhafte Niederlagen einstecken mussten. In der Bundesliga unterlagen sie dem Syntainics MBC mit 68:99, in der Champions League gegen AEK Athen mit 88:93 nach Verlängerung.
Diese Rückschläge waren den Berlinern in der ersten Halbzeit deutlich anzumerken. Die Rostocker hingegen zeigten sich hellwach, dominierten die Rebounds und trafen mit eiskalter Präzision. Kassim Nicholson entwickelte sich zum Dreh- und Angelpunkt des Angriffsspiels der Seawolves und verbuchte zur Pause bereits 17 Punkte auf seinem Konto.
Malte Delow entfesselt sich nach der Pause
Nach dem Seitenwechsel vollzog sich jedoch eine beeindruckende Wandlung. Während Nicholson in der zweiten Halbzeit keinen weiteren Punkt mehr erzielen konnte, übernahm der vierfache deutsche Nationalspieler Malte Delow die Regie bei Alba Berlin. Punkt für Punkt arbeitete sich der Shooting Guard heran und steuerte insgesamt 27 Punkte, drei Rebounds und zwei Assists zum Sieg bei.
Die Berliner erhöhten defensiv den Druck, während den Rostockern langsam aber sicher die Puste ausging. Die Treffsicherheit ließ merklich nach, und so gelang es den Hauptstädtern, das Spiel in der Schlussphase komplett zu drehen.
Statistische Übersicht der Leistungsträger
Alba Berlin: Die herausragende Figur war zweifellos Malte Delow mit 27 Punkten. Unterstützung erhielt er von Niels Agbakoko (18 Punkte, 4 Rebounds), Jonas Mattisseck (15 Punkte) und Stefan Griesel (8 Punkte, 5 Rebounds, 5 Assists).
Rostock Seawolves: Neben Kassim Nicholson (17 Punkte, 8 Rebounds) glänzten Deane Lansdowne (16 Punkte) und TJ Crockett Jr. (9 Punkte, 5 Rebounds, 7 Assists). D'Shawn Schwartz trug mit 8 Punkten und 5 Rebounds zum starken Teamauftritt bei.
Diese Partie wird sowohl Teams als auch Fans noch lange in Erinnerung bleiben. Die Rostock Seawolves bewiesen über eine Halbzeit hinweg, dass sie mit den Topteams mithalten können, während Alba Berlin einmal mehr seine mentale Stärke und Comeback-Fähigkeit unter Beweis stellte.



