Alba Berlin triumphiert im Spitzenduell gegen Würzburg Baskets
Alba Berlin hat das hochkarätige Verfolgerduell in der Basketball-Bundesliga für sich entschieden. Der Hauptstadt-Club gewann vor 7.388 begeisterten Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle nach einem äußerst hart umkämpften Spiel gegen die Würzburg Baskets mit 71:68 (37:43). Mit diesem wichtigen Sieg festigte Alba den zweiten Tabellenplatz und bleibt damit der unmittelbare Verfolger des FC Bayern München, der weiterhin die Tabellenspitze anführt.
Intensive Partie mit vielen Höhen und Tiefen
Erneut musste Trainer Pedro Calles auf die beiden verletzten Point Guards Martin Hermannsson und Bennet Hundt verzichten, was die Aufstellung der Berliner deutlich beeinflusste. Es entwickelte sich von Beginn an eine sehr intensive und physische Partie, in der die Gastgeber zwar in der Defensive solide arbeiteten, aber in der Offensive erstaunlich viele Chancen liegen ließen. Selbst völlig freie Würfe fanden in der Anfangsphase nicht den Weg in den Korb, was zu Frustration bei Spielern und Fans führte.
Zu Beginn des zweiten Viertels lagen die Berliner bereits mit 18:28 im zweistelligen Rückstand. Alba antwortete zwar sofort mit einem energischen 8:0-Lauf, doch es blieb zunächst bei Stückwerk. Anschließend wurden erneut viele Möglichkeiten vergeben, und einige fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen zuungunsten der Berliner sorgten für zusätzliche Unruhe auf den Rängen und im Team.
Wendepunkt nach der Halbzeitpause
Nach der Halbzeitpause kamen die Berliner deutlich verbessert aus der Kabine und gingen nach langer Zeit wieder in Führung (47:45). Von diesem Moment an wechselte die Führung in einem packenden Schlagabtausch mehrfach hin und her. Beide Teams zeigten Nervenstärke, vergaben aber auch weiterhin zahlreiche Chancen, was die Spannung bis zur letzten Sekunde aufrechterhielt.
Die Entscheidung fiel erst in den allerletzten Momenten des Spiels. Nur 5,6 Sekunden vor dem Schlusspfiff verwandelte Jonas Mattisseck zwei entscheidende Freiwürfe zum Endstand von 71:68 und sicherte damit den hart erkämpften Heimsieg für Alba Berlin.
Individuelle Leistungen und Ausblick
Beste Werfer der Berliner waren einmal mehr Moses Wood mit 17 Punkten und Justin Bean mit zwölf Punkten, die in entscheidenden Phasen wichtige Treffer erzielten. Dieser Sieg unterstreicht die mentale Stärke des Teams, das trotz personeller Engpässe und einer schwankenden Leistung die notwendige Ruhe in der Schlussphase bewahrte.
Mit diesem Erfolg bleibt Alba Berlin der hartnäckigste Verfolger des FC Bayern München in der Bundesliga und stärkt seine Position im Kampf um die Play-off-Plätze. Die Mannschaft von Trainer Pedro Calles hat bewiesen, dass sie auch in engen und nervenaufreibenden Spielen die besseren Nerven behalten kann.



