Alba Berlin verliert Heimvorteil für Champions League-Viertelfinale
Die Basketballer von Alba Berlin haben sich durch eine Heimpleite gegen AEK Athen den möglichen Heimvorteil für das Viertelfinale der Champions League aus der Hand geben lassen. Mit der 88:93-Niederlage nach Verlängerung verpasste der Bundesligist den Gruppensieg, was die europäische Aufgabe deutlich erschwert.
Schwierige Ausgangslage für junge Mannschaft
Im Viertelfinale treffen die Berliner nun auf einen Gruppensieger und hätten in einer möglichen Best-of-Three-Serie im entscheidenden dritten Spiel kein Heimrecht mehr. „Gerade für uns als junges Team könnte dies ein Faktor sein“, sagte Sportdirektor Himar Ojeda. Die Auslosung der Viertelfinalpaarungen findet am Freitagmittag statt.
Mögliche Gegner für Alba Berlin sind der litauische Vertreter Rytas Vilnius oder die beiden spanischen Clubs La Laguna Teneriffa und Unicaja Malaga. „Alles, sehr erfahrene Teams, die genau wissen, wie sie in solchen Momenten zu agieren haben“, erklärte Ojeda die schwierige Ausgangslage. Die Serie beginnt für den Bundesligisten Anfang April zunächst mit einem Auswärtsspiel.
Kapitän sieht auch positive Aspekte
Alba-Kapitän Jonas Mattisseck versucht trotz der schwierigen Situation, positive Aspekte zu erkennen: „Jetzt sind nur noch hochklassige Teams dabei. Aber vielleicht haben wir ein bisschen weniger Druck, die anderen spielen zu Hause“. Die Mannschaft will sich aus dieser Perspektive Mut für die anstehenden Herausforderungen machen.
Interessanterweise zogen die Verantwortlichen sogar aus der Athen-Heimpleite ein überwiegend positives Fazit. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Auftritt, ganz besonders nach dem Wochenende“, sagte Sportdirektor Ojeda mit Verweis auf die herbe 86:103-Klatsche in der Bundesliga beim MBC am vorherigen Sonntag.
Schwere Ausgangsposition gegen Athen
Die Aufgabe gegen AEK Athen war von Beginn an besonders schwierig, da Alba Berlin das Spiel nicht nur gewinnen, sondern mit mindestens neun Punkten Vorsprung gewinnen musste, um noch den Gruppensieg zu erreichen. „Die Hypothek, sie nicht nur einfach schlagen zu müssen, sondern auch noch mit neun Punkten, war vielleicht zu schwer“, analysierte Ojeda die Ausgangssituation.
Nun richtet sich der Fokus zunächst wieder auf die Bundesliga, wo bereits am Freitag das Heimspiel gegen die Rostock Seawolves ansteht (20.00 Uhr/Dyn). Die europäische Herausforderung wartet dann Anfang April, wenn Alba Berlin ohne Heimvorteil in das Viertelfinale der Basketball Champions League startet.



