Alba Berlin trotzt Personalmangel: Sieg gegen Würzburg, jetzt Champions-League-Fokus auf Karditsa
Alba Berlin: Sieg gegen Würzburg, jetzt Fokus auf Karditsa

Alba Berlin trotzt Personalmangel und fehlender Trainingszeit

In der Basketball-Bundesliga hat Alba Berlin einen entscheidenden Schritt in Richtung Playoffs gemacht. Mit einem knappen, aber hart erkämpften 71:68-Heimsieg gegen die Würzburg Baskets konnte der Tabellenzweite seinen Vorsprung auf die Verfolger auf sechs Punkte ausbauen. Dieser Erfolg ist umso bemerkenswerter, als der Kader seit Wochen unter erheblichen Ausfällen leidet.

Direkter Vergleich nicht gewonnen, aber Tabellenposition gestärkt

Kapitän Jonas Mattisseck betonte nach dem Spiel: „Wir wollen nicht zu sehr auf die Tabelle gucken. Aber wir wissen, die Liga hat nicht mehr so viele Spiele. Und da ist der zweite Platz Richtung Playoffs hervorragend.“ Allerdings wurde der direkte Vergleich gegen Würzburg nicht gewonnen – das Hinspiel ging mit vier Punkten Unterschied verloren. Sportdirektor Himar Ojeda kommentierte dies nüchtern: „Das wäre natürlich perfekt gewesen, weil es im Grunde ein weiterer Sieg gewesen wäre. Aber am Ende kann man halt nicht alles haben.“

Ojeda wies zudem auf die anhaltenden Probleme hin: „Seit einem Monat können wir wegen Verletzungen und Abstellungen von Nationalspielern nicht wirklich trainieren. So können wir zwar gegen jeden mithalten, aber uns kaum verbessern.“ Diese Einschränkungen machen den Sieg gegen Würzburg umso wertvoller, zeigen sie doch die mentale Stärke des Teams.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Champions League: Kampf um Gruppensieg trotz Qualifikation

Doch die Berliner haben kaum Zeit, den Erfolg zu genießen. Bereits am Dienstag reist die Mannschaft nach Griechenland, wo sie am Mittwoch in der Basketball-Champions League bei Karditsa Iaponiki antreten muss. Alba ist zwar bereits für das Viertelfinale qualifiziert, während Karditsa ausgeschieden ist, doch der Gruppensieg steht noch auf dem Spiel.

Mattisseck warnte vor einer leichten Aufgabe: „Das wird nicht einfach, die haben nichts zu verlieren und werden alles raufwerfen.“ Der Gruppensieg wäre jedoch wichtig, da er in der Best-of-Three-Serie im Viertelfinale das Heimrecht im möglicherweise entscheidenden dritten Spiel garantieren würde. Dafür müssen die letzten beiden Gruppenspiele gewonnen werden.

„Und das wollen wir unbedingt“, bekräftigte der 26-jährige Kapitän. Er forderte vollen Einsatz von seiner Mannschaft: „Wir müssen sie mit unserer Energie killen und zeigen, dass wir es mehr wollen, weil es für uns noch um richtig viel geht.“ Diese Entschlossenheit wird benötigt, um trotz der personellen Engpässe und fehlenden Trainingsmöglichkeiten auch international zu überzeugen.

Der Sieg gegen Würzburg gibt dem Team Rückenwind, doch die Herausforderungen bleiben groß. Mit Fokus und Kampfgeist will Alba Berlin nun in der Champions League nachlegen und die Saisonziele in beiden Wettbewerben weiter verfolgen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration