Alba-Frauen schreiben mit Pokalsieg Vereinsgeschichte
Die Frauenabteilung von Alba Berlin hat einen historischen Erfolg gefeiert. Beim Top Four im Basketball-Pokal gelang dem Team ein überraschender 67:62-Sieg gegen den favorisierten Gegner Rutronik Stars Keltern. Das Finale fand vor heimischer Kulisse statt und musste sogar in die Verlängerung gehen, bevor die Entscheidung fiel.
Überraschungssieg mit ausgeglichener Mannschaftsleistung
Nationalspielerin Marie Berthold gestand nach dem Spiel, dass der Pokalsieg selbst für das Team unerwartet kam. „Wir hatten gar nicht darüber geredet, weil wir erst einmal das Spiel abwarten wollten“, erklärte die 30-Jährige. Umso größer war die Freude nach dem finalen Pfiff. „So etwas kann man nicht in Worte fassen. Es fühlt sich total Hammer an. Wir haben wirklich alles auf dem Parkett gelassen“, schwärmte Berthold.
Der Erfolg ist besonders bemerkenswert, da die bisherige Saison der Alba-Frauen eher holprig verlaufen ist. Dennoch zeigte das Team beim Top Four eine beeindruckende Geschlossenheit. Trainer Christo Cabrera setzte im Halbfinale gegen Saarlouis sogar auf einen kompletten Wechsel der Starting Five zur Verlängerung – eine riskante Taktik, die sich auszahlte.
Teamgeist als Schlüssel zum Erfolg
Kapitänin Lena Gohlisch betonte die kollektive Leistung: „Das war natürlich riskant. Aber wir sind immer zusammengeblieben und haben mit viel Team-Basketball den Titel geholt.“ Diese Einstellung zahlte sich aus, als Alba im Finale gegen Keltern einen Rückstand aufholte und das Spiel drehte.
Für Marie Berthold markiert der Pokalsieg einen klaren Aufwärtstrend: „Wir hatten ja einen holprigen Start, aber wir haben uns immer wieder verbessert und das hat sich dieses Wochenende bestätigt.“ Der Sieg ist nach der Meisterschaft vor zwei Jahren der zweite Titel für die Alba-Frauen und der erste Pokalerfolg in der Vereinsgeschichte.
Neuer Schwung für die Meisterschaft
Der überraschende Titelgewinn soll nun neuen Mut für die laufende Liga-Saison geben. Aktuell stehen die Berlinerinnen nur auf Platz sechs der Tabelle, doch der Pokalsieg hat das Selbstvertrauen gestärkt. Beim Top Four wurden sowohl der Meister als auch der Vizemeister besiegt.
Olympiasiegerin Svenja Brunckhorst, Managerin der Alba-Frauenabteilung, sieht darin ein wichtiges Signal: „Es hat gezeigt, dass wir zu allem imstande sind. Und das ist sehr, sehr wichtig.“ Da die Liga erst in drei Wochen weitergeht, haben die Spielerinnen nun genug Zeit, ihren historischen Erfolg ausgiebig zu feiern und zu genießen.
Die Berlinerinnen und Keltern trafen übrigens erstmals in einem Pokalfinale aufeinander. Dieser Premierenkampf wird den Alba-Frauen sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben, nicht nur wegen des Titels, sondern vor allem wegen der demonstrierten Teamstärke und des unerschütterlichen Willens.



