Fußballverrückt: Basedower folgt Nationalelf durch Europa
Basedower Fan reist Nationalelf hinterher

Fußballverrückt: Für die National-Elf geht dieser Basedower ganz oft auf Reisen

Heiko Schröder ist Mitglied im Fanclub der deutschen Fußballnationalmannschaft und folgt dem Team durch ganz Europa. Dabei nimmt er sich auch Zeit für Land und Leute. Basedow – Lesedauer: 3 min

Heiko Schröder (links) und seine Fußballfreunde bei einem Auswärtsspiel vor dem luxemburgischen Nationalstadion. (Foto: ZVG) Von Thomas Koch Veröffentlicht: 04.05.2026 • 11:23 Uhr

Das ging schon in der Kindheit los. War ein Ball in der Nähe, dann ist Heiko Schröder dem runden Leder wie wild hinterhergejagt. Da verstand es sich fast schon von selbst, dass er als Schüler schnell beim Fußballverein in seinem damaligen Heimatdorf Gülzow landete. An seinen ersten Treffer bei einem Punktspiel kann er sich noch sehr gut erinnern. Mit der Stirn hat er den Ball in den Maschen versenkt. Und das mit seiner nicht unbedingt hünenhaften Körpergröße. Das brachte ihm bei seinen Mitspielern den Spitznamen „Kopfballungeheuer“ ein. Seine Kopfbälle waren bei gegnerischen Mannschaften über Jahre bekannt und gefürchtet.

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Punktbester Trainer in Basedow

Fußballerische Spuren hat Schröder in seiner Laufbahn als Aktiver und später als Trainer vor allem bei Blau-Weiß Basedow hinterlassen. Bis heute ist im Verein seine Punktebilanz als Übungsleiter aus der Rekordsaison 2011/12 unübertroffen. Aus dem aktiven Vereinsleben hat sich der mittlerweile 56-Jährige längst verabschiedet. Dem Fußball ist er aber auf ganz besondere Weise treu geblieben. Kurz bevor Deutschland im Jahr 2006 die Heim-WM ausrichtete, war Schröder in den Fanclub der Nationalmannschaft eingetreten. Wenn so ein großes Sportevent schon im eigenen Land stattfindet, dann wollte er auch möglichst bei vielen Spielen dabei sein, hatte er sich seinerzeit gesagt. Die Mitgliedschaft im DFB-Fanclub machte es ihm deutlich einfacher, an die begehrten Tickets heranzukommen. Gleich sechs WM-Partien hat er beim damaligen deutschen Sommermärchen live und in Farbe erlebt.

Großer Fan von irischem Bier

Wie seinem Heimatverein Blau-Weiß Basedow ist Schröder in den Folgejahren auch der Nationalelf als leidenschaftlicher Fan treu geblieben. Das hat ihn fast schon zum Weltenbummler in Sachen Fußball gemacht. Wenn die Kicker mit dem Adler auf der Brust in Europas Stadien auflaufen, versucht der Basedower so oft wie nur möglich dabei zu sein. Seine Fußballreisen haben ihn im Laufe der Jahre in unzählige Länder des Kontinents geführt. Auf dem Tourenplan standen unter anderem England, Tschechien, Ungarn, Italien, die Schweiz und Luxemburg. Besonders gern erinnert er sich an seine Trips nach Irland. Zum einen gibt es dort ein sehr begeisterungsfähiges Publikum und vor allem schmeckt Schröder hier das Bier besonders gut. Ohnehin versucht er immer, das Fußballerlebnis mit ein wenig Kultur zu verbinden. „Wenn man schon auf Reisen ist, dann will man natürlich auch Land und Leute kennenlernen“, sagt der Basedower.

Auch bei der WM 2026 dabei?

Unterwegs ist er stets mit einer eingeschworenen Truppe von Fußballfans aus Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Brandenburg und Sachsen-Anhalt, die sich immer wieder zu den Länderspielen trifft. Echte Freundschaften seien dabei schon entstanden, erzählt er. In diesem Jahr steht nun das nächste große Fußballereignis auf dem Terminplan: die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko. Und ist Schröder mit dabei? „Dabei schon, aber leider nur vor dem Fernseher. Die Reise über den großen Teich wäre dann doch etwas zu kostspielig. Die deutschen Spiele sind in Toronto, Houston und New York. Das sind auch nochmal erhebliche Entfernungen. Solche Trips gibt der Geldbeutel leider nicht her“, bedauert er, weiß aber: Das nächste Länderspiel in Europa kommt bestimmt.

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