Deutsche Basketballerinnen deklassieren Philippinen in der WM-Qualifikation
Die deutschen Basketballerinnen haben in der WM-Qualifikation einen überzeugenden zweiten Sieg gefeiert. Unter der Leitung von Bundestrainer Olaf Lange besiegte das Team in Lyon die Philippinen mit einem deutlichen 113:80 (68:48). Die deutsche Auswahl war von Beginn an überlegen und musste sich kaum ernsthaft fordern lassen.
Schlendrian in der Defensive trotz klarer Überlegenheit
Obwohl Deutschland sich schnell einen zweistelligen Vorsprung erspielte, zeigten sich einige Schwächen in der Defensive. Der Schlendrian schlich sich ein, sodass die klar unterlegenen Philippinen zu vielen leichten Punkten kamen. Dennoch trafen insgesamt sechs deutsche Spielerinnen zweistellig, was die offensive Stärke des Teams unterstrich.
Beste Werferin war Emily Bessoir mit 25 Punkten, die maßgeblich zum Erfolg beitrug. Bundestrainer Lange schonte zudem WNBA-Profi Nyara Sabally, die jüngere Schwester der in Lyon fehlenden Satou Sabally. Sabally hatte in der vergangenen Saison lange mit Knieproblemen zu kämpfen, weshalb ihre Schonung verständlich ist.
Erste Länderspiele unter neuem Bundestrainer
Für die deutsche Mannschaft hat das Turnier in Frankreich eine besondere Bedeutung, da es die ersten Länderspiele unter Olaf Lange sind. Der gebürtige Berliner trat die Nachfolge der Kanadierin Lisa Thomaidis an und bleibt mit zwei Siegen aus zwei Spielen bisher ungeschlagen. Als Gastgeber der Weltmeisterschaft in Berlin vom 4. bis 13. September ist Deutschland zwar bereits qualifiziert, doch die Spiele dienen der Vorbereitung und Teambildung.
Für die Philippinen war es nach einer 66:115-Niederlage gegen Gastgeber Frankreich zum Auftakt die zweite hohe Niederlage in der WM-Qualifikation. Sie konnten dem deutschen Team kaum Widerstand entgegensetzen.
Härtetest gegen Frankreich steht bevor
Nach einem spielfreien Freitag erwartet die deutschen Basketballerinnen am Samstag um 20.30 Uhr auf MagentaSport der erste Härtetest gegen Gastgeber Frankreich. Weitere Gegner in der WM-Qualifikation sind dann Kolumbien am Sonntag und Nigeria am Dienstag. Das Team muss in Lyon unter anderem auf die WNBA-Spielerinnen Satou Sabally und Luisa Geiselsöder verzichten, was die Leistung umso bemerkenswerter macht.
Insgesamt zeigt die deutsche Mannschaft offensive Stärke, muss aber vor dem wichtigen Spiel gegen Frankreich an ihrer Defensivarbeit feilen, um auch gegen stärkere Gegner bestehen zu können.



