Basketball-WM-Qualifikation: DBB-Frauen von weiterem Ausfall betroffen
Kurz vor dem Start in die entscheidende Phase der WM-Vorbereitung müssen die deutschen Basketballerinnen einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Nachdem bereits Jennifer Crowder für die verletzte Laura Zolper nachnominiert wurde, fällt nun auch Lina Sontag für das Qualifikationsturnier in Villeurbanne aus. Der neue Bundestrainer Olaf Lange reagierte prompt und berief Patricia Broßmann vom italienischen Verein ASD Basket Costa Masnaga in den Kader.
Dritte Verletzung innerhalb kurzer Zeit
Die Personalprobleme bei den DBB-Frauen häufen sich. Bereits vor den jüngsten Entwicklungen war das Aus für Luisa Geiselsöder bekannt geworden. Damit fehlen dem Team nun drei Spielerinnen für das Turnier in Frankreich, das vom 11. bis 17. März stattfindet. Für Bundestrainer Lange bedeutet dies eine besondere Herausforderung bei seinem Debüt an der Seitenlinie der Nationalmannschaft.
Sportlich ohne Druck - Vorbereitung auf Heim-WM
Das Turnier in Villeurbanne dient den deutschen Basketballerinnen in erster Linie als wichtige Vorbereitung auf die Heim-Weltmeisterschaft in Berlin, die vom 4. bis 13. September 2026 ausgetragen wird. Sportlich steht für das Team nichts auf dem Spiel, da Deutschland als Gastgeber automatisch für die Endrunde qualifiziert ist. Dennoch bietet das Turnier wertvolle Spielpraxis gegen internationale Konkurrenz.
Der Spielplan für die deutschen Basketballerinnen:
- Mittwoch: gegen Südkorea (17.00 Uhr)
- Donnerstag: gegen die Philippinen
- Samstag: gegen Gastgeber Frankreich
- Sonntag: gegen Kolumbien
- Dienstag: gegen Nigeria
Alle Spiele werden kostenfrei bei MagentaSport übertragen und bieten Fans die Möglichkeit, die neu formierte Mannschaft unter Bundestrainer Lange live zu verfolgen.
Das aktuelle Aufgebot im Überblick
Trotz der Ausfälle verfügt der DBB über ein erfahrenes und talentiertes Aufgebot für das Qualifikationsturnier:
- Emily Bessoir (Lointek Gernika Bizkaia/Spanien)
- Patricia Broßmann (ASD Basket Costa Masnaga/Italien)
- Frieda Bühner (Movistar Estudiantes Madrid/Spanien)
- Jennifer Crowder (Herner TC)
- Britta Daub (Eisvögel USC Freiburg)
- Emma Eichmeyer (Saarlouis Royals)
- Leonie Fiebich (Valencia BC/Spanien, New York Liberty/USA)
- Alina Hartmann (Alba Berlin)
- Alexis Peterson (ESB Villeneuve d'Ascq/Frankreich)
- Nina Rosemeyer (Alba Berlin)
- Nyara Sabally (New York Liberty/USA)
- Alexandra Wilke (Rutronik Stars Keltern)
Die Mischung aus erfahrenen Nationalspielerinnen und jungen Talenten soll die Grundlage für eine erfolgreiche Vorbereitung auf die Heim-WM bilden. Besonders die internationale Erfahrung vieler Spielerinnen, die bei europäischen Top-Vereinen oder in der amerikanischen WNBA aktiv sind, könnte sich als wertvoller Vorteil erweisen.
Für Bundestrainer Olaf Lange bietet das Turnier trotz der personellen Engpässe die erste Möglichkeit, sein Team unter Wettkampfbedingungen zu testen und taktische Konzepte für die anstehende Weltmeisterschaft zu erproben. Die Ausfälle zwingen ihn dazu, frühzeitig Alternativen zu etablieren und die Tiefe des Kaders zu testen.



