Goldkind Leev (11) lässt Vater stolz sein: Kanu-Talent gewinnt Regatta
Goldkind Leev (11) gewinnt Kanu-Regatta

„Es gibt Wettkämpfe, die man an Zeiten misst. Und es gibt Wettkämpfe, die bleiben, weil sie mehr sind als Zahlen. Für den PSV Uckermark war die 34. Große Brandenburger Kanuregatta genau so ein Wochenende.“ Trainer Daniel Teschke ist immer noch ganz geflasht von dem Geschehen. Und das hatte vor allem mit seinem elfjährigen Sohn zu tun.

Zweierkajak setzt Ausrufezeichen

Aber der Reihe nach: Der Übungsleiter schilderte dem Nordkurier im Nachgang, dass das Zweierkajak mit Ole Brandt und Neno Tietz schon früh ein Ausrufezeichen gesetzt hatte: „Über 500 Meter bestimmten sie zunächst das Geschehen: Vorlauf gewonnen, Zwischenlauf gewonnen – zwei Rennen, zwei klare Siege. Doch im Finale zeigte sich die ganze Härte dieser Regatta. Gegen starke Konkurrenz entwickelte sich ein intensives Rennen, an dessen Ende Platz neun stand. Ein Ergebnis, das auf dem Papier nüchtern wirkt, aber den Weg dorthin nicht widerspiegelt. Auch über die 2000 Meter stellten sie ihre Ausdauer unter Beweis und belegten Rang elf von 28 Booten.“

Einzelkajak und Debütantinnen

Im Einerkajak über 500 Meter reichte es für beide leider nicht für den Finaleinzug, bedauert der Trainer: „Dennoch zeigte sich gerade hier, wie eng das Feld auf diesem Niveau ist – und wie viel Einsatz notwendig ist, um sich überhaupt in diese Bereiche vorzuarbeiten.“ Für seinen Zögling Amida Piper wiederum war es der erste große Wettkampf dieser Art: „Entsprechend groß war die Herausforderung – und umso bemerkenswerter ihre Leistung. Ruhig und konzentriert ging sie ihr Rennen an, qualifizierte sich für den Zwischenlauf und erfüllte damit die Erwartungen. Ein Auftritt, der zeigt, dass sie sich auf diesem Niveau behaupten kann.“ Clara Surau stellte sich indes gleich doppelt der Konkurrenz, lässt Daniel Teschke weiter wissen: „Über 500 Meter erreichte sie sicher den Zwischenlauf und verpasste das Finale nur knapp. Auf der 2000-Meter-Strecke wurde es dann zu einem echten Kraftakt. Gegen Strecke, Gegnerinnen und eigene Grenzen kämpfend, erreichte sie Platz 33 von 46 Starterinnen – ein Ergebnis, das vor allem von Durchhaltevermögen geprägt war.“

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Jeder Meter hart erarbeitet

Den emotionalen Höhepunkt setzte Leev Teschke, sein Sohn. Der stolze Papa erzählt, dass der Viertklässler bereits im Vorlauf nichts habe anbrennen lassen. „So sicherte er sich souverän den ersten Platz – direktes Finalticket. Dort entwickelte sich ein Rennen, das an Spannung kaum zu überbieten war. Schlag für Schlag blieb das Feld eng zusammen, jeder Meter wurde hart erarbeitet. Im Ziel dann die Entscheidung: Gold. Ein Sieg, der nicht geschenkt war, sondern das Resultat von Entschlossenheit und Kampfgeist.“ Der Vater hätte stolzer nicht sein können auf den Knirps, der, seit er acht ist, mit im Kanu trainiert.

Am Ende bleibe von diesem Wettkampf aber mehr als nur eine Ergebnisliste, bekräftigt Daniel Teschke: „Es sind die Erfahrungen, die engen Rennen, die persönlichen Grenzen – und dieser eine Moment ganz oben auf dem Treppchen. Genau das macht den Kanurennsport aus. Genau das macht ein Team aus.“ Wie sozial sein Junge ist, zeigte dessen Geste bei der Siegerehrung. Da rief er nämlich die Zweit- und Drittplazierten fürs Foto zu sich nach oben. Da haben die Eltern wohl alles richtig gemacht, kann man behaupten.

Die Mädchen und Jungen trainieren dreimal die Woche am Prenzlauer Bootshaus. Wer Lust hat, dazuzustoßen, kann das montags, mittwochs und freitags ab 16.30 Uhr tun. Schnupperstunden werden für Neulinge angeboten. Zur Seite steht Trainer Teschke dort jetzt sogar ein Zögling von einst, Luis Röwert (18).

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration