NBA verhängt hohe Strafen gegen Jazz und Pacers wegen "Tanking"-Vorwürfen
Die nordamerikanische Basketballliga NBA hat am Donnerstag empfindliche finanzielle Sanktionen gegen die Utah Jazz und die Indiana Pacers verhängt. Beide Teams haben laut offiziellen Ligaangaben gegen die geltenden Richtlinien zur Einsatzsteuerung von Spielern verstoßen und wurden daher mit Geldstrafen belegt. Die Utah Jazz müssen aufgrund von sogenannten "Tanking"-Vorwürfen eine Strafe in Höhe von 500.000 US-Dollar zahlen, während die Indiana Pacers mit einer Geldbuße von 100.000 US-Dollar sanktioniert wurden.
Fragwürdige Personalentscheidungen führen zu Sanktionen
Die NBA begründete ihre Entscheidung mit ungewöhnlichen und fragwürdigen Personalmaßnahmen der Utah Jazz in den Spielen gegen die Orlando Magic am 7. Februar und gegen die Miami Heat am 9. Februar. In beiden Partien hatte Utah Leistungsträger wie Lauri Markkanen und Jaren Jackson Jr. bereits vor dem letzten Viertel aus dem Spiel genommen, obwohl diese Spieler laut Einschätzung der Liga durchaus in der Lage gewesen wären, weiterzuspielen.
"Während dieser Spiele entfernten die Jazz zwei der Topspieler aus dem Spiel und führten sie nicht zurück, obwohl diese Spieler ansonsten in der Lage waren, weiter zu spielen", hieß es in der offiziellen Mitteilung der NBA. Auch die Indiana Pacers wurden nach einem Spiel am 3. Februar gegen Utah einer genauen Überprüfung unterzogen. Ein unabhängiger Arzt bestätigte laut NBA-Angaben, dass Pascal Siakam zusammen mit zwei weiteren Startern hätte eingesetzt werden können.
Liga warnt vor weiteren Konsequenzen
Die NBA wies in ihrer Stellungnahme darauf hin, dass die betroffenen Teams alternative Möglichkeiten gehabt hätten, um Spieler zu schonen. "Alternativ hätte das Team die Spieler in anderen Spielen pausieren lassen können", teilte die Liga mit. NBA-Commissioner Adam Silver betonte, dass die Liga auf alle weiteren Handlungen, die die Integrität der Spiele gefährden könnten, entsprechend reagieren werde.
Die Strafen verdeutlichen die Null-Toleranz-Politik der NBA gegenüber Manipulationsversuchen und sogenanntem "Tanking", bei dem Teams absichtlich schwächer antreten, um in der Draft bessere Positionen zu erhalten. Die finanziellen Sanktionen sollen als deutliches Signal an alle Franchises dienen, dass solche Praktiken nicht geduldet werden.



