NBA drängt auf Investoren-Zusagen für Europa-Liga bis Ende März
NBA fordert bis März Investoren-Zusagen für Europa-Liga

NBA drängt Investoren zu rascher Entscheidung für Europa-Expansion

Die National Basketball Association (NBA) setzt ihre Pläne für eine eigene Liga in Europa mit Nachdruck um. Bis Ende März dieses Jahres erwartet die nordamerikanische Profiliga klare Zusagen von potenziellen Investoren, die in den europäischen Basketballmarkt einsteigen wollen. Dies gab NBA-Manager Mark Tatum am Rande des All-Star-Wochenendes in Los Angeles bekannt.

Zeitplan für Europa-Projekt wird konkret

„Wir müssen bis Ende März wissen, wie sehr sie interessiert sind“, erklärte Tatum, der Stellvertreter von NBA-Boss Adam Silver. „An diesem Punkt wird sich herauskristallisieren, wer die potenziellen Investoren sein könnten und in welchen europäischen Städten es Teams geben könnte.“ Der Manager berichtete von zahlreichen Gesprächen mit Interessenten seit den NBA-Spielen in Berlin und London und rechnet mit Rückmeldungen von Dutzenden Investoren in den kommenden sechs Wochen.

Die NBA plant, ihre Europa-Liga bereits 2027 an den Start zu bringen und wird dabei vom Basketball-Weltverband Fiba unterstützt. Die wichtigste bestehende Liga in Europa ist derzeit die privatwirtschaftlich organisierte EuroLeague, an der unter anderem der FC Bayern München teilnimmt. Eine Zusammenarbeit zwischen EuroLeague und NBA ist aktuell nicht vorgesehen, doch Tatum sieht in Chus Bueno, einem ehemaligen NBA-Manager an der Spitze der EuroLeague, eine Chance für künftige Kooperationen.

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Drei Investorengruppen im Fokus

Mark Tatum nannte drei Kategorien von Partnern, mit denen die NBA Gespräche führt: Bestehende Basketball-Clubs, Fußball-Vereine mit großer Fan-Basis aber ohne Basketball-Abteilung sowie Investoren, die komplett neue Strukturen aufbauen wollen. Alle Beteiligten seien sich bewusst, dass für die Teilnahme an der NBA Europe Gebühren fällig werden. „Ich denke, der Markt wird entscheiden, wie hoch diese Gebühren sind“, so der 56-jährige Manager.

Sportlicher Aufbau und finanzielles Modell

Für den sportlichen Aufbau stellte Tatum in Aussicht, dass es zunächst in der Saisonvorbereitung Mini-Turniere und Duelle zwischen Teams aus Nordamerika und Europa geben könnte. Mittelfristig könne sich die NBA vorstellen, dass der Champion aus der NBA Europe beispielsweise am NBA Cup teilnimmt.

Die NBA Europe soll zunächst mit zehn festen Mitgliedern starten, ergänzt um vier Teams, die sich sportlich qualifizieren. Für diese Mannschaften sind nennenswerte finanzielle Anreize geplant. George Aivazoglou, NBA-Verantwortlicher für Europa und den Mittleren Osten, verwies auf das Prämien-Modell der Fußball-Champions-League als Vorbild. „Wir wollen verhindern, dass sich Teams qualifizieren, aber aus ökonomischen Gründen nicht teilnehmen“, sagte er. „Es wird die Finanzen verändern, wenn die sich qualifizieren und an der NBA teilnehmen.“

Die EuroLeague bleibt vorerst die wichtigste Basketball-Liga in Europa, doch die NBA setzt mit ihrem Expansionsplan ein deutliches Zeichen für ihre europäischen Ambitionen. Die kommenden Wochen bis Ende März werden zeigen, wie viele Investoren bereit sind, in dieses ehrgeizige Projekt einzusteigen.

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