Basketball-Ikone blickt mit gemischten Gefühlen auf deutsche Erfolge
Die deutsche Basketball-Legende Dirk Nowitzki zeigt sich tief beeindruckt von der aktuellen Weltmeister-Generation des Deutschen Basketball Bundes, lässt jedoch auch eine deutliche Portion Wehmut durchblicken. Der ehemalige NBA-Champion der Dallas Mavericks von 2011 äußerte in Berlin seine Gedanken zur Entwicklung des deutschen Basketballs.
„Absoluter Wahnsinn“: Nowitzki über Titel-Erfolge
„Ich hätte es niemals gedacht, dass wir mal Europa- und Weltmeister sind, das ist absoluter Wahnsinn“, sagte Nowitzki über das Nationalteam um die NBA-Stars Dennis Schröder und Franz Wagner. Das deutsche Team sicherte sich 2023, rund vier Jahre nach Nowitzkis Rücktritt, den ersten Basketball-Weltmeistertitel und folgte 2025 mit dem Europameistertitel.
„Wenn man mal zurückträumt, wäre das schon cool, mal ein Spiel hier in meiner Prime mit den Jungs zu spielen, aber so funktioniert das Leben leider nicht“, gestand der 47-Jährige mit einem Hauch von Nostalgie. Er betonte jedoch den Stolz über die gegenwärtige Mannschaft: „Es ist die tiefste Generation und Mannschaft, die wir je hatten.“
Vorbildfunktion und prägende Karriere
Nowitzki reflektierte über seine eigene Rolle in der Entwicklung des deutschen Basketballs. „Ich finde es schön – sollte es so sein –, dass ich die damalige Jugend motivieren konnte und daraus so gute Nationalmannschaftsspieler wurden“, erklärte er. Seine Karriere, gekrönt durch den NBA-Titel 2011, hat zweifellos die aktuelle Generation inspiriert und mitgeprägt.
Seine größten Erfolge im Nationaltrikot blieben jedoch die WM-Bronzemedaille 2002 und die EM-Silbermedaille 2005. „Das hat nie einer gedacht, dass wir das machen können“, erinnerte sich Nowitzki an diese „unglaublichen Erfahrungen“, die über viele Jahre die Höhepunkte des Deutschen Basketball Bundes darstellten.
Ehrung in der FIBA Hall of Fame
Parallel zu seinen Reflexionen wird Nowitzki am Dienstag in Berlin bei einer feierlichen Zeremonie in die FIBA Hall of Fame aufgenommen. „Als ich den Anruf bekommen habe, habe ich mich wahnsinnig gefreut und war stolz“, sagte er vor der Ehrung des Weltbasketballverbandes. Diese Auszeichnung unterstreicht seinen immensen Einfluss auf den internationalen Basketball.
Die Erfolge von Schröder und Co. lassen Nowitzki zwar wehmütig zurückblicken, doch er betont die positive Entwicklung des Sports in Deutschland. Seine Ära im Nationaltrikot bleibt ein wichtiger Meilenstein, der den Weg für die heutigen Titelgewinne ebnete.



