Basketball-Bundesliga: Trier siegt in Frankfurt nach packender Overtime
Ein heißer Mittwochabend in der Easycredit Basketball-Bundesliga bescherte den Fans ein packendes Duell. Der Aufsteiger VET-CONCEPT Gladiators Trier setzte sich bei den Skyliners Frankfurt in der Overtime mit 115:108 durch und verteidigte damit seinen Platz in der Spitzengruppe hinter Tabellenführer FC Bayern München.
Vor dem Spiel: Linßen vergleicht Gegenspieler mit Pferd
Bereits vor dem Anpfiff sorgte ein bemerkenswertes Interview für Aufsehen. Dyn-Moderator Paul Gudde befragte Triers Marten Linßen über dessen Gegenspieler Jaedon LeDee. Linßen antwortete mit einem ungewöhnlichen Vergleich: „Wird anstrengend. LeDee ist einfach sehr stark, der ist ein Pferd. Das wird physisch!“ Solche tierischen Vergleiche hört man in der Basketball-Bundesliga eher selten. Interessanterweise bestätigte LeDee diese Einschätzung im Spielverlauf mit 18 Punkten, während Linßen nur sieben Zähler erzielte.
Halbzeit: Zirbes' bissiger Kommentar über Schiedsrichter
Das nächste Interview der besonderen Art folgte zur Halbzeit bei einem Zwischenstand von 44:41 für Trier. Center-Legende Maik Zirbes, früher unter anderem bei Bayern München und Roter Stern Belgrad aktiv, zeigte sich mit der Leistung der Schiedsrichter unzufrieden. Als Moderator Paul Gudde ihm das Mikrofon hinhielt, ließ Zirbes einen frechen Spruch los: „Ich weiß nicht, ob man das so sagen soll. Wenn man hier Leute hat, die pfeifen und die wahrscheinlich ’ne Flatrate im Solarium haben, dann sollen se dabei bleiben.“ Eine klare Kritik an den Unparteiischen, die für Diskussionsstoff sorgte.
Kurioses Zwischenspiel: Gudde denkt über Karnevals-Kostüm nach
Mitten im Spiel lenkte Kommentator Paul Gudde die Aufmerksamkeit plötzlich auf ein ganz anderes Thema: den Karneval. Er überlegte laut, ob er zum nächsten Heimspiel verkleidet erscheinen sollte. „Ich muss euch sagen, am Samstag ist ja das nächste Heimspiel. Ich habe so ein bisschen im Kopf, ob ich nicht verkleidet komme. So ein paar Verkleidete sehe ich hier. Also Kölner Jeck hier, als Einziger am Samstag verkleidet hier herumzusitzen.“ Er erinnerte dabei an das berühmte Karnevalsspiel in Bonn, wo die Towers am Samstag antreten.
Packende Schlussphase führt in die Overtime
Die Partie entwickelte sich zu einem echten Nervenkitzel. 39 Sekunden vor Schluss lagen die Skyliners mit 89:92 nur knapp zurück. Trier verlor den Ball im Spielaufbau, und die Gastgeber bestraften diesen Fehler sofort zum 91:92. Nur noch 25 Sekunden blieben auf der Uhr. Gudde kommentierte fassungslos: „Wow! Die Trierer haben das Spiel halb im Rucksack gehabt und jetzt das!“ Trier griff an, es gab ein Foul und zwei Freiwürfe, von denen nur einer traf. Frankfurt sicherte sich den Rebound, und mit zehn Sekunden Restspielzeit warf Isaiah Swope einen Dreier – und wurde dabei gefoult. Ein Wahnsinnsmoment! Der Treffer zum 94:93, plus ein erfolgreicher Freiwurf zum 95:93. Drei Sekunden vor Ende wurde Steven Ashworth gefoult, die Schiedsrichter überprüften die Szene am Monitor und gaben zwei Freiwürfe. Beide trafen, bei 2,7 Sekunden auf der Uhr. Swopes Wurf von der Mittellinie verfehlte das Ziel, und das Spiel ging in die Overtime.
Trier setzt sich in der Verlängerung durch
In der fünften Spielminute zeigte Trier dann seine Stärke und konnte sich entscheidend absetzen. Der hart erkämpfte Auswärtssieg festigte die Position in der Spitzengruppe und unterstrich die Ambitionen des Aufsteigers. Ein Sieg, der nicht nur sportlich, sondern auch durch die unterhaltsamen Interviews und kuriosen Momente in Erinnerung bleiben wird.



