Nach der schwachen 1:2-Niederlage im letzten Vorrundenspiel der WM 2026 gegen Ecuador hat Lukas Podolski klare Worte gefunden. Der Weltmeister von 2014 sagte in der TikTok-Show „Kroos & Kroos: Die WM unter der Lupe“: „Vielleicht ist so eine Niederlage mal gut. Mal auf die Fresse zu bekommen. Damit jeder mal sagt: Jetzt kommen wir mal runter. Vielleicht tut so eine Niederlage mal gut, damit jeder mal in seinem Zimmerchen nachdenkt. Vielleicht ist das Training jetzt anders gewesen, geht anders zur Sache.“
Podolski: Nicht alles schlechtreden
Podolski betonte: „Man muss jetzt nicht alles nur schlechtreden. Lass uns die Jungs pushen. Lass uns positiv bleiben und hoffen, dass die bis zum Ende da bleiben.“ Die DFB-Elf trifft am Montag (22.30 Uhr deutscher Zeit, live ZDF und MagentaTV) im Achtelfinale auf Paraguay.
Kroos: Zwei Baustellen identifiziert
Auch Toni Kroos (36) analysierte den Auftritt. Er sagte: „Wir hatten oft schon bei den letzten Turnieren, dass wir die Schlinge um den Hals hatten. Das hatten wir jetzt nicht, obwohl wir nicht viel besser gespielt haben. Den Joker für eine Niederlage, davon hat man maximal einen bei so einem Turnier, den haben wir jetzt gezogen.“
Kroos weiter: „Aber jetzt darfst du sowieso nicht mehr nachlassen und ab jetzt bedeutet jedes schlechte Spiel das Aus – denn wenn wir schlecht spielen, sind wir raus. Wir hatten früher auch Spiele, da waren wir schlecht – gegen Algerien – aber wir konnten mit schlechten Spielen trotzdem gewinnen. Das, glaube ich, hat die Mannschaft jetzt nicht.“
Kroos: Ekligkeit und Top-Form nötig
Kroos benannte zwei Baustellen: „Ich wurde ja gefragt, was ich glaube, was wir brauchen, um weit zu kommen: Da habe ich zwei Sachen gesagt. Es muss eklig sein, gegen uns zu spielen. Dass wir in der Lage sind gut und eklig zu verteidigen. Das machen wir noch nicht. Und wir brauchen Musiala und Wirtz in Top-Form – das haben wir nicht. Wenn sich das beides nicht ändert, dann wird es nicht mehr lange gehen.“
Ausblick: Frankreich als nächster Gegner möglich
Laut Turnierbaum würde die DFB-Elf bei einem Sieg gegen Paraguay im Achtelfinale am 4. Juli in Philadelphia auf Schwergewicht Frankreich treffen. Kroos machte Mut: „Wir haben aber trotzdem schon gezeigt, dass wir es auch anders können. Und ich bleibe bei meiner Aussage: Ich glaube, wenn es zum Spiel gegen Frankreich kommt, wenn alles zusammenkommt, dass wir sie schlagen können.“ Zudem wurden zwei der letzten drei Spiele gegen Frankreich gewonnen.



